Der Meisterfälscher Wolfgang Beltracchi. (Bild: keystone)
Basel

Ehemaliger Meisterfälscher kommt nach Basel

Über Jahre hat Wolfgang Beltracchi aus Deutschland grosse Künstler imitiert, ihre Werke gefälscht und als echte verkauft. In vielen Museen hängen vermutlich noch heute unerkannte Bilder von ihm. Wie man überhaupt merkt, ob ein Bild echt ist, das wollten wir von Basler Kunstkennern wissen.

Die Provenienz werde immer geprüft, sagt Galerist Arnold Carzaniga. Er betreibt seit 50 Jahren in Basel eine Galerie. «Die meisten unserer Vertrauenspersonen arbeiten mit Nachlassverwaltern zusammen oder mit dem Künstler selber. So stellen wir sicher, dass wir keine Fälschungen bekommen», so Carzaniga. Aber bei der lokalen Kunst sei es sowieso eher selten, dass Fälschungen erstellt würden.

Mehr in Kontakt mit Fälschungen kommt hingegen der Auktionator Thomas Rusterholz. Er ist Tinguely-Spezialist und sagt: «Ich habe fast wöchentlich mit Fälschungen zu tun. Es hat viele auf dem Markt.» Das erkenne er, weil er sich schon lange und intensiv mit der Materie beschäftige. Und: Von Wolfgang Beltracchi halte er nicht viel. «Er ist ein cleverer Krimineller», so Rusterholz.

Aber wie kommt es dann, dass derart viele Leute – darunter wohlgemerkt auch hohe Kunstkenner – auf den ehemaligen Meisterfälscher Beltracchi hereingefallen sind? Das wird er vielleicht gleich selber beantworten: Am Donnerstag ist Wolfgang Beltracchi mit seiner Frau in der Galerie Lilian Andrée in Riehen zu Gast. Am Donnerstagabend, 8. Juni 2017, steht er im Telebasel Talk Rede und Antwort.

Mehr dazu am 6. Juni 2017 um 18:30 Uhr und ab 19:00 Uhr stündlich in den Telebasel News.

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