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Der Telebasel News Beitrag vom 30. Mai 2017.

Region

Verwirrung um den Sparhammer für die FHNW

Ein Missverständnis über angebliche Aargauer Sparpläne bei der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) sorgt für Wirbel. Es handelt sich dabei nicht um neue Kürzungen, sondern um bereits laufende Verhandlungen über die Beiträge der Trägerkantone. Dennoch ist die Sache nicht vom Tisch: Angesichts der Finanzlage des Aargaus muss auch mit einem Rotstift bei der Bildung gerechnet werden. Das sagen Basler und Aargauer Bildungspolitiker.

Schert nun einer der vier Trägerkantone der FHNW aus? Diese Meldung macht seit dem gestrigen Artikel in der ‹BZ› die Runde. Sowohl beim Aargauer Departement Bildung, Kultur und Sport wie auch bei der FHNW will dazu niemand Stellung beziehen, da der Prozess für den Leistungsauftrag der vier Kantone noch im Gange sei. Die Zahlen dazu sind daher noch nicht publik. Auch beim Basler Erziehungsdepartement fällt die Reaktion gereizt aus – von einer «Zeitungsente» ist dort die Rede.

Wohl aber nehmen Bildungspolitiker Stellung zu den Schlagzeilen. Die Basler Grossrätin Martina Bernasconi, Mitglied bei der Interparlamentarischen Kommission FHNW, findet ein Durcheinander im besagten Artikel. «Der Leistungsauftrag der FHNW, den wir jetzt verabschieden und im Juni in die vier Parlamente kommt, ist überhaupt nicht von diesen internen Aargauer Sparmassnahmen betroffen». Dieser beziehen sich auf den Zeitraum von 2018 bis 2020. Das Aargauer Sparprogramm für die Zeit danach sei noch offen.

Auch im besagten Kanton ist die Verwunderung über diese Verwechslung gross – selbst bei einer Partei, die dem Rotstift bei der Bildung oft nicht abgeneigt ist. «Wir haben keine zusätzlichen Sparmassnahmen vor», sagt der Aargauer SVP-Grossrat Daniel Vulliamy. «Die FHNW ist eine Institution der Solidarität zwischen den Kantonen. Es kann nicht sein, dass ein Kanton vorprescht und damit die ganze Institution in Frage stellt.»

Anders klingt es jedoch bei Thomas Burgherr, Präsident der SVP Aargau: «Wir müssen jährlich 200 Millionen Franken einsparen. Dabei darf es keine Tabus geben, auch nicht, was die Bildung angeht». Somit wird die Frage, wie sich Sparmassnahmen der Kantone auf die FHNW-Trägerschaft auswirken werden, wohl auch in Zukunft die Nordwestschweiz beschäftigen.

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