Wird der Energiehaushalt der Schweiz in Zukunft durch alternative Energien gewährleistet? (Keystone)
Schweiz

Die Energiestrategie 2050 – kurz und klar erklärt

Mit der Umsetzung der Energiestrategie 2050 soll das nationale Energiegesetz revidiert werden. Doch was hat die Abstimmung für eine Auswirkung auf die Schweiz und die Region Basel? Telebasel bringt die Inhalte der Energiestrategie auf den Punkt.

Die Energiestrategie 2050 soll in Zukunft dazu dienen, den Energieverbrauch in der Schweiz zu senken und gleichzeitig die Energieeffizienz zu erhöhen – mit dem Fokus auf erneuerbare Energien. Der Bau von neuen Kernkraftwerken soll verboten werden.

Das Parlament zur Umsetzung das Energiegesetz wird revidiert und damit ein neues Massnahmenpaket beschlossen. Die SVP hat gegen die Strategie das Referendum ergriffen. Über die Annahme der Energiestrategie 2050 stimmt das Schweizer Stimmvolk am 21. Mai 2017 ab.

Was spricht für die Energiestrategie?

Die Befürworter argumentieren, dass die Schweiz dadurch unabhängiger werde beim Import von fossilen Energien. Dadurch würden die einheimischen erneuerbaren Energien gefördert und damit Arbeitsplätze und Investitionen geschaffen.

Was spricht dagegen?

Die Gegner der Vorlage sind der Meinung, dass die Schweiz auf eine sichere und günstige Energieversorgung angewiesen ist. Die Nutzung erneuerbarer Energien sei in absehbarer Zeit dazu nicht in der Lage – auch nicht, um die Kernkraftwerke zu ersetzen.

Was kostet die Energiestrategie?

Die Umsetzung dieses Energiegesetzes würde 200 Milliarden Franken kosten. Gemäss Gegner der Vorlage seien das rund 600 Franken pro Person und Jahr während 30 Jahren.

Was hat die Vorlage für eine Auswirkung auf die Region Basel?

Die Abstimmung zur Energiestrategie betrifft auch die regionalen Energiekonzerne. Die hiesigen Energiezulieferer (IWB und Elektra Baselland) hoffen auf ein Ja an der Urne. Für die Branche sei es wichtig, zu wissen, was bezüglich Energie die nächsten 20 bis 30 Jahre gelte. Bei einem Nein hätte man keine Planungssicherheit. Der CEO der IWB, David Thiel sieht die Zukunft des Schweizer Stroms in der Wasserkraft.

Gemäss Urs Steiner, Geschäftsführer der Elektra Baselland, würde eine Annahme der Strategie das Unternehmen in seinen Tätigkeiten unterstützen. Doch ist er trotzdem der Meinung, dass die Energiewende unabhängig vom Abstimmungsresultat am Sonntag stattfindet. Er würde demnach lieber im Rahmen der Strategie mitbestimmen, als einfach «im Seitenwagen zu sitzen» und nichts machen zu können. Zudem würde ein Nein der EBL einen Strich im Rahmen ihres Geothermie-Projekts machen, dass nur bei einem Ja vom Bund subventioniert würde.

Wer ist dafür?

  • Bundesrat
  • Parlament
  • Nationalrat (120 zu 72 Stimmen)
  • Ständerat (35 zu 6 Stimmen)
  • CVP, BDP, EVP, FDP, GLP, SP und Grüne

Wer ist dagegen?

  • SVP

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