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Zwei Enten sorgen im Moment für viel Freude bei den Besuchern. (Video: z.V.g.)

Basel

Im Joggeli mit Enten um die Wette schwimmen

Zur Zeit sorgt im Gartenbad St. Jakob ein Entenpärchen für viel Freude bei den Gästen. Die Enten ziehen mit den Menschen zusammen ihre Bahnen.

Sportlich ziehen die Sport-Schwimmer ihre gewohnten Bahnen. Zur Zeit müssen sie jedoch nicht nur mit dem Wasserwiederstand, sondern auch mit animalischen Hindernissen rechnen. Denn: Zwei Enten scheinen sich im Bad so wohl zu fühlen, dass sie nicht einmal den nähernden Sportlern Platz machen wollen.

«Heute ist Enten-Schwimmen im Joggeli»:

(Video: Kurt Frei)

Stefan Wagner, Stv. Schichtleiter des Gartenbads St. Jakob bestätigt das ungewöhnliche Naturschauspiel im Sportbecken. Zudem kommen ihm die Tiere bekannt vor. «Könnten wir sie beringen, würden wir wohl feststellen, dass es sich immer um dieselben Enten handeln würde.» Gemeint ist ein Entenpaar, welches seit Jahren das Gartenbad besucht. «Sie sind sogar die ersten Badegäste der Badisaion – welche im Übrigen nie einen Eintritt bezahlen», sagt Wagner. Denn sobald im Frühling das Becken gereinigt wird, würden die Enten erscheinen.

Keine Angst vor dem Menschen

Obwohl die Enten nicht zum ersten Mal zu Besuch sind, ist die Situation auch für Wagner speziell. Denn die Enten würden überhaupt keine Angst vor den Menschen zeigen: «Zum Teil stört es die Enten nicht mal, wenn ein Schwimmer eine Armlänge an ihnen vorbeischwimmt.» Darum seien die Tiere bei den Badegästen zur Zeit auch das Gesprächsthema Nummer eins.

«Die Gäste freuen sich immer auf den tierischen Besuch. Vor allem die Kinder.» Trotzdem sei die Crew im Joggeli auch etwas verärgert. Denn: «Die Enten machen natürlich auch ihr Geschäft in und ums Wasser.»

Keine Gefahr für den Menschen

Hygienische Bedenken müsse man überhaupt nicht haben. «Wir bereiten das Wasser so oder so dauernd auf. Bei der Menge Wasser und der sofortigen Beseitigung stellte das nie eine Gefahr für die Menschen dar», sagt Wagner. Und: Wenn zu viel los sei im Becken, hätten sie dann doch genug und würden sich für einen Moment verabschieden.

Im doppelten Tempo durch das Sportbecken:

(Video: z.V.g.)

Warum die Tiere so gerne ins Joggeli kommen, weiss Wagner auch nicht. Aber wer noch eine Bahn gegen die Ente schwimmen will, muss sich beeilen. Die beiden Enten seien jedes Jahr nur von Februar bis Ende Mai Stammgast. Dann seien sie wieder weg und ziehen wohl ihren Nachwuchs auf, vermutet der Bademeister mit einem Herz für das Entenpaar.

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