Die Gewinner Ralph Bucherer, Geschäftsführer Blinde Kuh Basel, Christian Fasser, Präsidentin Blinde Kuh, Regierungsrat Christoph Brutschin und Jurypräsidentin Brigitte Meyer an der Verleihung des ‹Der Basler Sozialpreis für die Wirtschaft›. (Bild: Lucian Hunziker)

Basel

Basler Sozialpreis für Wirtschaft 2017 geht an ‹blindekuh›

Das Restaurant ‹blindekuh› in Basel ist Trägerin des Basler Sozialpreises für Wirtschaft 2017. Die mit 10'000 Franken dotierte Auszeichnung wurde dem Unternehmen am Mittwoch, 3. Mai 2017, übergeben. Geehrt wird es für seinen Einsatz für Sehbehinderte.

Der Betrieb sei einzigartig in seinem Engagement für sehbehinderte Menschen und deren Beschäftigung im Arbeitsmarkt, hielt das Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU) in einer Mitteilung fest. Von den dreissig Mitarbeitenden in der ‹blindenkuh› haben acht eine Sehbehinderung.

Das 2005 eröffnete Dunkelrestaurant in Basel verhilft nicht nur Sehbehinderten zu einem Job, sondern es sensibilisiert auch die sehende Bevölkerung für das Thema. Denn das Essen im Dunkeln ermöglicht in der ‹blindenkuh› den Sehenden eine Konfrontation mit Grenzen, die für Sehbehinderte keine Einschränkung darstellen, wie aus der Mitteilung hervorgeht.

2015 erzielte die ‹blindekuh› in Basel gemäss Geschäftsbericht mit fast 9700 Gästen einen Umsatz von knapp 1,4 Millionen Franken. Unter dem Strich blieb ein Defizit von 46’000 Franken. Getragen wird das Restaurant von einer Stiftung, die auch in Zürich ein gleichnamiges Dunkelrestaurant betreibt.

Mit dem Basler Sozialpreis für Wirtschaft zeichnet die baselstädtische Regierung seit 2015 jährlich ein oder zwei Unternehmen für besondere Leistungen bei der Integration von leistungseingeschränkten Menschen in den Arbeitsmarkt aus. Der diesjährige Preis wurde von WSU-Vorsteher Christoph Brutschin überreicht.

(sda)

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