Die SBB gibt nach: Der Extrazug nach Luzern fährt doch früher. (Bild: keystone)
Basel

SBB lässt Extrazug doch früher fahren

Weil der Extrazug für die FCB-Fans zu spät in Luzern ankommen würde, drohte die Muttenzerkurve mit einem Boykott. Sie wollten mit einem regulären Zug nach Luzern fahren. Ein zu grosses Risiko für die SBB.

Der FC Basel kann beim Spiel gegen den FC Luzern am Freitag, 28. April 2017, mit einem Untentschieden oder einem Sieg zum achten Mal infolge Schweizer Meister werden und sich damit auch den zweiten Stern holen. Logischerweise lockt dies viele Fans an, weshalb am Freitag ein Extrazug nach Luzern fährt.

Mit dem ursprünglichen Plan wäre dieser Zug jedoch für die FCB-Fans zu spät angekommen. Statt der von den Fans gewünschten 90 Minuten, wäre der Zug lediglich 70 Minuten vor dem Spiel in Luzern angekommen – zu wenig für die Muttenzerkurve. Diese rief deswegen zum Boykott des Extrazugs auf und drohte mit einem regulären Zug, mitten im Abendpendlerverkehr, anzureisen.

Nur einen Tag nach dem Aufruf geht die SBB nun auf die Forderungen der Fans ein – aus Sicherheitsgründen wie ‹20 Minuten› berichtet. Die SBB findet dazu einen Mittelweg um sowohl die FCB-Fans wie auch die Luzerner Polizei zufrieden zu stellen. Von der Luzerner Polizei kam die Vorgabe, dass der Extrazug nicht vor 18 Uhr in Luzern eintreffen dürfe. Mit der neuen Abfahrtszeit 17:10 Uhr ab Basel trifft der Zug nun um 18:10 Uhr in Luzern ein.

Für die Fangemeinschaft bedeutet dies, dass sie wie gewünscht über 90 Minuten Zeit für die Verschiebung zum Stadion und den Einlass in die Swisssporarena haben. «Mir wärde drum nid dr zerscht aakündigti Regelzug, sondern dr neu aagsetzti Extrazug näh:» schreibt die Muttenzerkurve auf ihrer Webseite.

Verspätungen für Pendler

Die Verschiebung des Extrazugs bleibt jedoch wahrscheinlich nicht ohne Folgen. Es kann für die Passagiere zu unangenehmen Konsequenzen kommen. Die angepassten Fahrzeiten lassen sich laut der SBB nicht ohne Einschränkungen für den übrigen Fahrplan realisieren. Es werden also mit mehrere Fernverkehrszüge und S-Bahnen Verspätungen erleiden. Ausserdem kann es zu Gleiswechseln für reguläre Züge kommen.

Die SBB wendet sich deshalb an ihre Kunden: «Die SBB ist sich bewusst, dass die neuen Fahrzeiten des Extrazuges in der Hauptverkehrszeit direkten Einfluss auf die Pünktlichkeit anderer Züge haben werden und bedauert dies. Die SBB dankt allen Kundinnen und Kunden für ihr Verständnis.»

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