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Der Telebasel Talk vom 25. April 2017 mit Bilgin Ayata.
Basel

«Türkische Spitzeleien hier können zu Inhaftierungen führen»

Die Spitzel-Affäre im Basler Sicherheitsdepartement hält die Region in Atem: für Bilgin Ayata ein «beispielloser, unerhörter Fall». Sofern er sich bestätigt. Sie hält ihn indes durchaus für «vorstellbar». Die Assistenzprofessorin für politische Soziologie an der Uni Basel sagt im Talk: Die türkischen Spitzeleien hätten durchaus «Konsequenzen» für die Betroffenen. Im Talk, am 25. April 2017 ab 18:40 Uhr.

Die Spitzeleien des türkischen Regimes hätten ganz konkrete Folgen. Ihr seien mehrere Fälle von Inhaftierungen bekannt. Diese beschränkten sich nicht nur auf türkische Staatsbürger. Die diesbezüglichen Sorgen von Türkinnen und Türken in Europa oder auch der Schweiz hält sie durchaus für berechtigt.

Den Mund verbieten lassen, will sich Bilgin Ayata aber nicht. Sie hat sich bereits in mehreren Medienberichten kritisch über die Spitzeleien des türkischen Regimes geäussert, etwa an Schweizer Hochschulen, und sie werde ihre Aussagen nicht einer allfälligen Bedrohung anpassen, sagt die mutige Intellektuelle. Ob sie selber überwacht werde, wisse sie nicht. Aber die Arbeit von Kolleginnen und Kollegen, die sich mit «Tabu-Themen» wie dem armenischen Völkermord oder dem Kurdenkonflikt auseinandergesetzt hätten, seien dem Regime «bekannt», «ich sage das mal diplomatisch», wie sie anfügt.

Bilgin Ayata erhebt schwere Zweifel ob unsere Integrationsbehörden genügend über die Migranten hierzulande informiert sind. Der Fall des mutmasslich rechtsextremen «Grauen Wolfs» in der Basler Muslimkommission habe doch die Frage aufgeworfen, «ob die Schweiz da vielleicht genügend über die Migranten hier weiss».

Im Talk, Bilgin Ayata, Assistenzprofessorin für politische Soziologie.

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