Überfüllte Züge wären am Freitag nur der Anfang. (Keystone)
Basel

«Wir rechnen mit chaotischen Zuständen»

Das Chaos ist vorprogrammiert: Wegen einer Weisung der Luzerner Polizei, darf der Extrazug aus Basel am Freitag erst nach 18 Uhr in Luzern eintreffen. Das passt den FCB-Fans gar nicht und steigen auf Regelzüge im Abendverkehr um. Der SBB sind die Hände gebunden.

«Wir von der SBB können nichts machen. Uns sind die Hände gebunden», sagt Christian Ginsig, Mediensprecher der SBB auf Anfrage von Telebasel. Gemeint ist die kurzfristige Planänderung der FCB-Fans am Freitag nicht mit dem Extrazug zum Auswärtsspiel in Luzern zu reisen, sondern die Regelzüge zu besteigen – und das mitten im beruflichen Abendverkehr auf einer der Hauptstrecken der SBB. «Die Züge werden völlig überlaufen sein. Wir rechnen mit chaotischen Zuständen», so Ginsig weiter. Er hofft darauf, dass einige Passagiere eine spätere Verbindung wählen werden.

Streit um Ankunftszeit

Gemäss den FCB-Fans konnte man sich mit der SBB nicht über eine frühere Ankunftszeit in Luzern einigen. Ihrer Meinung nach, sei man sich auf Seiten der SBB nicht bewusst, was die Ausgangslage mit dem möglichen 20. Meistertitel des FCB, auch bezüglich Fanaufmarsch, einherbringt. Die FCB-Fans verlangten eine Ankunftszeit mindestens 90 Minuten vor Anpfiff. Nun kommt der Zug erst 70 Minuten vor dem Spiel an. Mit der früheren Ankunftszeit wollten die Fans dem Stress auf dem Weg zum Stadion und dessen Eingang entgegenwirken.

«Wir können auch nicht zaubern», entgegnet Ginsig. Die Luzerner Polizei habe klare Vorgaben gemacht, dass der Extrazug aus Basel nicht vor 18 Uhr in der Innerschweiz ankommen dürfe. «Zudem können wir einen Regelzug zur Hauptverkehrszeit nicht einfach aus dem Fahrplan nehmen», begründet er. Es sei sowieso schwierig, im dicht gedrängten Streckennetz der Schweiz einen Extrazug um diese Zeit unterzubringen.

Gästesektor ausverkauft

Wie viele Basler denn nun auf Luzern am Freitag pilgern ist noch unklar. Fakt ist, der Gästesektor ist laut FC Luzern bereits ausverkauft. «Der Gästesektor ist mit 1000 Personen komplett voll. Von Seiten FCB hören wir, dass viele Basler nach Luzern reisen werden. Wie viele es sind, kann niemand genau beziffern. Wir haben bis jetzt 11’000 Tickets verkauft. Bis 16’500 hat es also noch Platz», sagt Max Fischer, Leiter Medien und Kommunikation des FC Luzern auf Anfrage. Besondere Vorkehrungen seien seitens des FC Luzern für das Spiel keine getroffen worden. Man behandle das Spiel so wie jedes andere auch.

Die SBB appelliert an die rotblaue Fangemeinde den Extrazug zu nutzen. Dieser wird trotz dem Aufruf der Fans durchgeführt und erinnert dass die Spezialtickets für das Spiel in Luzern nur im Extrazug erhältlich sind.

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