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Der Telebasel Sport Beitrag vom 21. April 2017.

Basel

Raphael Wicky wird neuer FCB-Trainer

Wie der FC Basel am 21. April 2017 bekannt gibt, wird Raphael Wicky ab Sommer 2017 der neue Cheftrainer beim FCB. Er wird damit der Nachfolger von Urs Fischer.

Raphael Wicky hat einen entsprechenden Zweijahresvertrag am Freitag unterzeichnet – mit Option für eine dritte Saison.

Die künftige Führung des FCBs habe sich nach einem «intensiven Evaluationsverfahren» einstimmig für Raphael Wicky entschieden, so der FCB in der Mitteilung.  Der frühere Schweizer Nationalspieler passe am besten in das Anforderungsprofil, das der künftige Präsident Bernhard Burgener und der künftige Sportchef Marco Streller am 7. April 2017 vorgestellt haben.

Als Raphel Wicky im November 2016 im Telebasel Talk zu Gast war, sah es noch nicht so aus, als strebe er den Trainerposten der ersten Mannschaft an: «Das ist jetzt nicht etwas, das ich unmittelbar avisiere», sagte er. Er sei noch sehr jung und habe noch wenig Erfahrung im Profi-Geschäft, sagte der Walliser damals:

Passt perfekt ins neue Konzept

Das neue Konzept des FCB für vorerst drei Jahre sieht hohe sportliche Ziele und den vermehrten Einbau eigener und internationaler Nachwuchsspieler vor. Wicky hat schon als Nachwuchstrainer bei Servette Genf Nachwuchsfussballer begleitet und gefördert. Auch seit seinem Wechsel zum FCB vor vier Jahren auf der Stufe der U18 und seit einem Jahr der U21 stellte sich dasselbe heraus.

Aufgrund dieser Referenzen und der Tatsache, dass Wicky zuvor als Profispieler während 15 Jahren grosse Erfahrungen in der Schweiz, in der Bundesliga, in Spanien, den USA und als 75-facher Schweizer Nationalspieler an zwei EM-Endrunden und an der WM 2006 sammeln konnte, entschied sich die neue FCB-Leitung für Wicky. Bernhard Burgener sagt dazu: «Wir sind überzeugt, dass wir in der Person von Raphael Wicky jenen Trainer gefunden haben, der bestens zu unserem Konzept passt» und: «Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit diesem Fachmann.»

Dass der Oberwalliser bisher noch nicht als Trainer einer ersten Mannschaft gewirkt hat, gewichtete die neue Leitung als weniger wichtig. Im Gegenteil: Der FCB freue sich, einem unbestritten talentierten Schweizer Trainer voller Überzeugung die Aufgabe des Cheftrainers anzuvertrauen, so der FCB in der Mitteilung.

Chance für Raphael Wicky und Chance für FCB

Marco Streller sagt zur Wahl des Cheftrainers: «Raphael Wicky überzeugte uns mit einem bestechenden Dossier, das absolut kompatibel mit unserer Strategie der kommenden Jahre ist». Dies sei aber nicht der einzige Faktor: «Vielmehr konnten wir im FCB in den letzten Jahren auch seine hohe soziale Kompetenz kennen lernen und dabei erleben, wie er Ziele und Werte des FCB verinnerlichte».

Schon am 10. April 2017 machte Marco Streller eine kleine Andeutung, was Wicky anbelangt:

Es sei nicht einfach so, dass man einfach einen jungen Trainer gesucht und verpflichtet habe, «sondern dass wir einen internen Mitarbeiter mit glänzenden Qualifikationen jetzt mit dem logischen nächsten Schritt in seiner Trainerkarriere betrauen», so Streller. Und: Die neue Führung gebe «nicht in erster Linie dem jungen Trainer Wicky eine Chance, sondern sie ist vielmehr überzeugt, dass der junge Trainer im gleichen Mass eine Chance für den FCB ist».

FCB informiert weiter

Am Freitag, 21. April 2017, stehen Raphael Wicky und Marco Streller den Medien um 17:30 Uhr im Media Center des St. Jakob-Park im Rahmen einer Medienkonferenz zur Verfügung. Nach diesem Termin stehe Wicky der Öffentlichkeit bis Ende dieser Saison aber nicht mehr zur Verfügung, so der FCB.

Wicky gab 1993 im Alter von 16 Jahren bei einem 4:1-Sieg des FC Sion gegen Yverdon sein Debut im Profifussball. Jene paar Minuten waren der Start in eine 15 Jahre lange Spielerkarriere, in der er viel Erfahrung sammeln konnte. 2009 musste er seine Laufbahn als Spieler wegen Verletzungsproblemen als noch nicht mal 32-Jähriger beenden.

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