Die Polizei sperrte ein Wohngebiet in Rottenburg ab und durchsuchte ein Gebäude. (Keystone/EPA/OSKAR EYB)

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Nach Anschlag auf Dortmund-Bus: Polizeieinsatz nach Festnahme dauert an

Nach der Festnahme im Fall des Sprengstoffanschlags auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund dauert der Polizeieinsatz im deutschen Bundesland Baden-Württemberg am Freitagvormittag an. Die Polizei sperrte ein Wohngebiet in Rottenburg ab und durchsuchte ein Gebäude.

Vor dem Haus, das in einer Sackgasse liegt, stehen mehrere Mannschaftswagen der Polizei. Auch Hunde sind im Einsatz.

Beamte der Spezialeinheit GSG9 hatten nach Angaben der Bundesanwaltschaft am frühen Freitagmorgen einen 28-Jährigen im Raum Tübingen festgenommen. Er soll aus Habgier versucht haben, möglichst viele Spieler des Vereins zu verletzen oder gar zu töten, um die Dortmund-Aktie zum Absturz zu bringen.

Beim Anschlag am 11. April waren drei Sprengsätze in der Nähe des Dortmund-Mannschaftsbusses explodiert, als sich die Spieler auf dem Weg zu der Champions-League-Partie gegen die AS Monaco befanden. Dabei wurden der Dortmund-Fussballer Marc Bartra und ein Polizist verletzt.

Dem festgenommenen deutsch-russischen Doppelbürger werden nun versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt.

«Besonders widerwärtiges Tatmotiv»

Innenminister Thomas de Maizière bezeichnete die Festnahme des Tatverdächtigen als «grossen Erfolg». «Jetzt geht es darum, Beweise zu sichern und mögliche Hintergründe aufzuklären», erklärte de Maizière am Freitag in Berlin. «Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wäre das ein besonders widerwärtiges Tatmotiv.»

Auch Borussia Dortmund hofft auf eine schnelle und umfassende Aufklärung des Falls. Die Vereinsführung hoffe, «dass in dem Tatverdächtigen nun der Verantwortliche für den niederträchtigen Anschlag auf unsere Spieler und Staff-Mitglieder gefasst werden konnte», hiess es in einer Erklärung vom Freitag.

Dortmund-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Präsident Reinhard Rauball lobten, «die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft, des Bundeskriminalamts und der nordrhein-westfälischen Polizei» seien «sehr intensiv und mit Hochdruck geführt» worden. «Dafür bedanken wir uns in aller Form.» (sda dpa afp reu)

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