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Der Telebasel News Beitrag vom 20. April 2017.

Basel

Kritik an türkischen HSK-Kursen

Das Erziehungsdepartement Basel-Stadt sagt, es gebe klare Vorschriften für die HSK-Lehrkräfte, konfessionell und politisch unabhängig zu sein. Die SP-Grossrätin Edibe Gölgeli befürchet aber Manipulation und ist der Ansicht, dass der Schweizer Staat eingreifen sollte.

Der Kanton Basel-Stadt bietet Unterricht in heimatlicher Sprache und Kultur – sogenannte HSK-Kurse. In diesen Lernen die Teilnehmenden Lesen und Schreiben wie in der Volksschule, einfach in ihrer Heimatsprache. Die HSK-Kurse werden von unterschiedlichen Trägerschaften finanziert. So werden beispielsweise sechs der türkischen Kurse vom Hilfswerk Heks getragen und 15 weitere von der Türkischen Botschaft. SP-Grossrätin Edibe Gölgeli hinterfragt, ob es sich da nicht um konkrete Beeinflussung durch das Erdogan-Regime handle und nicht besser Basel selber die Kurse finanzieren solle.

Das Basler Erziehungsdepartement ist von diesem Vorschlag wenig begeistert. «Dass der Staat die Kurse bezahlt, ist schlichtweg nicht machbar», sagt Simon Thiriet, Sprecher des Erziehungsdepartements. Denn wenn man einen Kurs verstaatliche, müsse man dies mit allen anderen Kursen auch tun, was – bei 237 Kursen in 36 Sprachgruppen – Kosten von rund sechs Millionen Franken generieren würde. Zudem müssten alle Lehrpersonen, welche HSK-Kurse unterrichten würden, eine Vereinbarung unterschreiben. «Der Inhalt der des Unterrichts muss politisch und konfessionell neutral sein», so Thiriet weiter.

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