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Der Telebasel Mash Beitrag vom 06. April 2017.

Basel

Snapchat: Eine Sucht vergleichbar mit Drogen oder Alkohol?

Die Mash-Abteilung von Telebasel hat Soziale Medien wie Snapchat etwas genauer unter die Luppe genommen. Snapchat ist ein 156 Millionen User starkes Soziales Medium, welches weltweit benutzt wird.

Snapchat ist eine relativ einfach programmierte App, die mit ihrem schlichten Design überzeugen kann. Das Grundprinzip ist denkbar einfach; man sendet seinen Freunden Bilder, die sich nach einer gewissen Zeit ‹selbst zerstören›. Diese Bilder können Zeichnungen, Filter, Texte, Emojis und Sticker enthalten, alles was ein Snap halt so braucht.

Die ‹Selbstzerstörung› der Bilder hat jedoch zur Folge, dass sich die App immer mehr zur ‹schmutzigen› App entwickelt hat, im Klartext: Nacktbilder und Geheimnisse werden aufgrund des vermeidlichen Verschwindens ausgetauscht.

Heute benutzt fast jede(r) Jugendliche zwischen 13 und 18 Snapchat. Es wird oft anstelle von WhatsApp benutzt und hat alte Riesen wie Facebook und Messenger teilweise sogar ersetzt.

Suchtgefahr?

Soziale Medien haben die Menschen so eingenommen, dass das Mash-Team auf die Strassen Basels ging und nachfragte, warum die App so interessant sei: Oft hiess es, es sei ein Zeitvertreiber, wenn einem langweilig ist. Man brauche es um mit seinen Freunden in Kontakt zu bleiben und man habe sonst ‹so keine Kollegen›.

Es schien fast, als sei Snapchat schon eine richtige Sucht. Um herauszufinden, ob Snapchat überhaupt als Sucht gilt, hat das Mash-Team bei den Universitären Kliniken Basel nachgefragt und mit Renanto Poespodihardjo geredet.

Dabei kam heraus, dass Snapchat per se keine Sucht sei und dass es auch keine Studien gäbe, die dies unterstützen würden. Es gibt hingegen eine allgemeine Soziale-Medien-Sucht, hierzu trägt auch Snapchat bei. Snapchat ist nur eines von vielen Medien in einem ganzem Netz, bei einem Vergleich müsste man aber alle Sozialen Medien mit Alkohol oder Drogen vergleichen und nicht spezifisch nur Snapchat.

Text: Jannis Stoffel/

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