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Der Telebasel News Beitrag vom 13. April 2017.

Basel

Einsprache gegen Tempo 30 auf Inzlingerstrasse

Auf der Inzlingerstrasse sollen die Autofahrer künftig auf die Bremse treten: Ab der Verzweigung Hohlweg wird die vielbefahrene Strasse zu einer 30er-Zone erklärt, so will es das Bau- und Verkehrsdepartement. Nun wehrt sich der Automobil Club der Schweiz.

Im oberen Abschnitt der Inzlingerstrasse in Riehen wird es eng. Auf dem Weg zur deutschen Grenze schlängeln die Autos aneinander vorbei und in regelmässigen Abständen fährt hier auch ein Bus durch. Für die Fussgänger gibt es eine gelb markierte Zone, die von den Automobilisten als Ausweichzone genutzt wird. Damit diese Strasse sicherer wird, sollen die Verkehrsteilnehmer nur noch mit 30 Kilometern pro Stunde unterwegs sein dürfen. «Die Temporeduktion war ein grosses Anliegen der Anwohner», sagt Nicole Stocker vom Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt. Damit solle die Sicherheit erhöht werden.

Sicherheit sei Scheinargument

Beim ACS löst dieses Vorhaben Kopfschütteln aus, sie haben deshalb Einsprache erhoben und fordern stattdessen den Bau eines Trottoirs, so wie dies im unteren Abschnitt bereits vor einigen Jahren realisiert wurde: «Mindestens mittel- und langfristig müsste ein Trottoir die bessere Lösung sein», sagt Carl G. Mez. Die Sicherheitsbedenken vom Kanton sieht er deshalb als Scheinargument.

Trottoir nach Umgestaltung möglich

Laut Nicole Stocker prüfe der Kanton auch, ob ein Trottoir im oberen Abschnitt der Inzlingerstrasse möglich wäre. «Im Rahmen eines Projektes zur Umgestaltung der Strasse  könnte auch ein Trottoir gebaut werden», sagt Stocker, dies werde unabhängig von der Temporeduktion geprüft. Das Projekt befinde sich jedoch noch in der Vorstudien-Phase.

Die Einführung der Temporeduktion in der Inzlingerstrasse wird sich allem Anschein nach verzögern. Wird die Einsprache des ACS abgelehnt, wollen sie das Urteil weiterziehen.

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