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Der Telebasel News Beitrag vom 5. April 2017.
Basel

Schutz vor Hausbesetzern mit Mauern

Am Samstag 1. April 2017 haben junge Leute eine Liegenschaft an der Türkheimerstrasse in Basel besetzt. Bislang ist offenbar kein Gespräch zwischen Haubesetzern und den Eigentümern zustande gekommen. Am Mittwoch 5. April 2017 haben die Eigentümer zwei Häuser, die zum Gebäudekomplex gehören, zumauern lassen. Sie wollen dort ein Wohnhaus erstellen.

Am Mittwoch Morgen 5. April 2017 haben Arbeiter begonnen, Fenster und Türen zweier Häuser an der Türkheimerstrasse in Basel zuzumauern. Das seit 1. April 2017 besetzte Haus an derselben Strasse tasteten sie jedoch nicht an. Die drei Häuser gehören zum selben Gebäudekomplex, der einer Überbauung weichen soll. Dessen ungeachtet: Die Hausbesetzer organisierten um die Mittagszeit auf dem Trottoir einen Mittagstisch und verteilten Essen. Etwa 30 Personen fanden sich zum Essen ein; die meisten sind etwa um die 20 Jahre alt. Gegenüber den Arbeitern verhielten sich die jungen Besetzer nicht nur friedlich, sondern luden sie sogar zum Kaffee ein. Die Haubesetzer wollen aus der Liegenschaft einen Quartier-Treffpunkt umfunktionieren. Nicht alle im Quartier sind darüber begeistert.

Gespräche fruchteten bislang nicht

Ob es zu einer Zwischennutzung des besetzten Gebäudes kommt, ist offen. Gespräche zwischen Hausbesetzern und Eigentümern kamen bislang offenbar nicht zustande. Die Eigentümer zögern jedoch, eine Räumung einzuleiten, auch aus dem Gedanken heraus, dass dadurch junge Leute zu Kriminellen gemacht würden. Der Sprecher der Eigentümer liess jedoch gegenüber Telebasel offen, wie die Eigentümer sich hinsichtlich der Hausbesetzung in Zukunft verhalten werden. Eine Räumung bleibt weiterhin eine Option. Eine Zwischennutzung scheint so lange fraglich, als sich die Hausbesetzer als anonymes Kollektiv verstehen, und den Eigentümern keine verantwortlichen Ansprechpartner nennen können.

Einsprachen gegen Neubau-Projekt

Die Hauseigentümer haben nebst der Besetzung ein ganz andere Problem: Sie wollen die ganze Häuserzeile abreissen und ein vierstöckiges Wohnhaus mit 19 Wohnungen erstellen. Die Bewilligung des Basler Baudepartements liegt grundsätzlich vor. Nur: Anwohner haben Einsprachen gegen das Projekt eingereicht. Viele befürchten, mit der maximierten Gebäudehöhe könnte zuviel Schatten entstehen. Ausserdem würde die Weitsicht verbaut.

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