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Der Telebasel News Beitrag vom 5. April 2017.
Basel

Abgang Bischof: Erwartungen an neuen und alten Kulturchef

Nach dem Entscheid des Basler Kulturchefs Philippe Bischof Direktor von Pro Helvetia zu werden, fehlen Elisabeth Ackermann gleich zwei Chefbeamte zentraler Abteilungen.

«Ich hoffe natürlich, dass ich bald Nachfolger finde. Es sind schon zwei sehr wichtige, zentrale Stellen in meinem Departement», sagt Elisabeth Ackermann am Rande der heutigen Sitzung des Grossen Rats.

Seit dem ersten Tag im Amt sucht Elisabeth Ackermann (Grüne) einen neuen Stadtentwickler – als eine seiner letzten Amtshandlungen von Ackermanns Vorgänger Guy Morin (Grüne) entliess er den Basler Stadtentwickler Thomas Kessler. Die Hintergründe dazu sind bis heute nicht ans Licht gekommen. Jetzt jedenfalls muss die neue Vorsteherin des Präsidialdepartements (PD), Elisabeth Ackermann, gleich zwei Chefposten in ihrem Departements neu besetzen: Gestern wurde bekannt, dass der seit 2010 amtende Leiter der Abteilung Kultur, Philippe Bischof, am 1. November Direktor der Schweizerischen Kulturstiftung Pro Helvetia wird.

Würdigung und Forderung

In seinen knapp 8 Jahren als Basler Kulturchef habe er viel bewegt und verändert, würdigte das PD seinen scheidenden Chefbeamten. «Zu seinen grössten Verdiensten gehört sicher die Neuorganisation der Orchesterförderung sowie dass die Basler Filmförderung über mehr Budget verfügt», würdigt der Präsident der Bildungs- und Kulturkommission Oswald Inglin (CVP) Bischofs Wirken.

Er erhoffe sich mehr Engagement für die Jugendkultur, wirft der JKF-Leiter und SP-Grossrat Sebastian Kölliker ein. «Wir haben ein Problem der Überalterung in Basel. Die Stadt soll lebendiger und lebenswerter auch für junge Leute werden – da kann man sehr viel unternehmen, dass nicht nur mit Geld zusammenhängt», sagt der 27-jährige Kölliker.

Doch noch vor den Forderungen an seine Nachfolge nimmt Oswald Inglin den noch-Kulturchef Philippe Bischof in die Pflicht: «Er kann dem Staat ein Abschiedsgeschenk machen und somit ein gutes Legat hinterlassen, wenn der die sogenannte Museumsstrategie endlich vorlegt».

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