Nicht-radioaktives Wasser ist aus einer Leitung des AKWs Fessenheim ausgetreten. (Bild: EPA/PATRICK SEEGER)
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AKW Fessenheim nach Austritt von Wasser abgeschaltet

Im französischen Atomkraftwerk Fessenheim am Rhein - 40 Kilometer nördlich von Basel - ist am vergangenen Samstag der Reaktorblock 1 vorübergehend abgeschaltet worden. Grund dafür war, dass nicht-radioaktives Wasser aus einer Leitung ausgetreten war.

Eine Sprecherin des Kraftwerksbetreibers EDF bestätigte am Montag der Nachrichtenagentur dpa einen Bericht der Zeitung ‹Dernières Nouvelles d’Alsace›. Das Wasser sei bei einer Überprüfung eines Rohrsystems entdeckt worden, das beim Herunterfahren des Reaktors benötigt werde. Die Reparaturarbeiten seien sofort eingeleitet worden.

Am Dienstagabend wieder in Betrieb

Der Reaktor mit einer Leistung von 900 Megawatt soll am Dienstagabend wieder in Betrieb gehen. Das 1977 gebaute Atomkraftwerk Fessenheim steht nur wenige Kilometer von der Schweizer und der deutschen Grenze entfernt und ist das älteste Atomkraftwerk Frankreichs.

Im AKW kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Umweltschützer fordern schon seit langem, dass die beiden Reaktoren vom Netz gehen. Der französische Präsident François Hollande hatte ursprünglich versprochen, Fessenheim bis Ende 2016 abzuschalten. Dies ist nun erst für Ende 2018 geplant – aber noch nicht endgültig beschlossen.

(sda dpa)

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