In der Schweiz kann man sich gegen einen Aufpreis sein Wunschkennzeichen ersteigern. (Bild: KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)
Baselland

Welches Kennzeichen darf’s denn sein?

Im Wallis wurde ein Kontrollschild mit der Nummer 1 für ganze 160'000 Franken verkauft. Wie steht's um Kontrollschilder im Kanton Baselland? Telebasel hat nachgefragt.

Gemäss einer Online-Umfrage von Comparis.ch, würde ein Drittel der 700 Befragten sich ein Wunschnummernschild kaufen – 12 Prozent davon würden sogar über 1’000 Franken dafür ausgeben.

Wunschkennzeichen können z.B. Geburtstagsdaten, eine Kombination aus den Lieblingszahlen oder auch einfach Nummern sein, die man sich gut merken kann. Für solche Nummern Geld auszugeben, ist daher ganz normal.

Günstige Kennzeichen in Baselland

Im Kanton Baselland kann man sich auf der Webseite der Motorfahrzeugkontrolle über freie Schilder informieren und diese auch (sofern vorhanden) reservieren. Im Vergleich zu anderen Kantonen ist das Baselland dabei eher günstig, gibt der Leiter der MFK, Pascal Donati, bekannt: «Wir wollen, dass Wunschschilder nicht ein Privileg gewisser Personen sind.» Als Beispiel gibt er Junglenker an, die sich frisch ein Auto gekauft haben. «Auch sie sollen sich ein Wunschkennzeichen kaufen können.»

Zwischen den Nummern von 20’000 bis 99’999 kostet das Schild 240 Franken. Für eine sechsstellige Nummer ab 100’000 zahlt man nur noch 200 Franken. Dies ist jedoch immer nur dann der Fall, wenn das Kontrollschild tatsächlich verfügbar ist.

Ebenfalls ist es möglich, online eine Kontrollnummer zu ersteigern. Dies kann jedoch schnell mal teurer werden. Die Startpreise für sechs- und fünfstellige Nummern liegen bei 200 bzw 240 Franken. Für vierstellige Nummern liegt das Startgebot bei 1’000 Franken, dreistellige Nummern kann man sich ab 2’000 Franken ersteigern, während zweistellige Kennzeichen bei 3’000 Franken und einstellige bei 4’000 Franken beginnen.

«Seit ich bei der MFK bin, gab es lediglich zwei einstellige Nummern, die versteigert wurden. Ein Käufer hat damals 34’000 Franken gezahlt», gibt Pascal Donati bekannt. Zurzeit sei jedoch keine einstellige Nummer frei und auch bei den zweistelligen gebe es nur eine handvoll freier Nummern. Ab den Dreistelligen gebe es mehr.

Blick über den Teich

Auch in Amerika gibt es die Möglichkeit, sich gegen eine Extragebühr ein Wunschkennzeichen anfertigen zu lassen – jedoch sind die Möglichkeiten dort um einiges grösser. Alleine schon die Tatsache, dass es Schilder für verschiedene Hobbys oder Colleges gibt, macht das Schild bereits etwas spezieller.

Da man in den USA auch Buchstaben für ein Kontrollschild verwenden kann, wird so mancher Bürger einfallsreich, will er eine Botschaft auf seinem Nummernschild vermitteln. So sieht man auf Strassen zum Beispiel das Schild ‹ANN’SBMW›, was für ‹Anns BMW› steht. Auch Mischungen aus Zahlen und Buchstaben sind möglich wie ‹XLR8› was ‹accelerate› bedeutet – der englische Ausdruck für beschleunigen. In Kalifornien ist es an manchen Orten sogar möglich, Sonderzeichen in ein Nummernschild einzubauen. So sind auch Herzen, Sterne oder Pluszeichen nicht ungewöhnlich.

Pech mit seinem Nummernschild hatte aber dieser kanadische Fahrzeugbesitzer. Sein Kennzeichen wurde vom Staat Nova Scotia als «gesellschaftlich inakzeptabel» bezeichnet, obschon es lediglich seinen Nachnamen trägt. Der Name des Herren lautet jedoch ‹Grabher› was spätestens seit Donald Trumps Satz ‹Grab her by the pussy› auf alle Fälle als vulgär angeschaut werden kann.

Es gibt auch noch weitere Worte, die auf den Nummernschildern der Amerikaner nicht vorkommen dürfen. Genau genommen gibt es eine 67 Seiten lange Liste mit für Kennzeichen verbotenen Worten, bzw. Workombinationen.

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