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Der Telebasel Sonntagstalk vom 2. April 2017.
Basel

Kriminelles Basel, Uni-Rat und Brexit

In Sachen Kriminalität belegt Basel den Spitzenplatz. Kann sich unsere Messestadt das leisten? Darüber und über die Zusammensetzung des Uni-Rats und über die Auswirkungen des Brexits diskutieren im Sonntagstalk vom 2. April 2017 ab 19:10 Uhr Anita Fetz, Caspar Baader und Andreas Burckhardt.

Kriminelles Basel

Obwohl die Werte im mehrjährigen Vergleich teilweise nur gering angestiegen sind, ist Basel-Stadt in der kantonalen Hitparade der ‹kriminellste› Kanton der Schweiz. Die Zahlen haben – auch aufgrund eines Fehlers in der BaZ – zu einem schier beispiellosen Hickhack zwischen den Medien geführt. Man stiess sich etwa am nationalen Vergleich, der unstatthaft sei, weil es sich bei Basel um einen Stadtkanton handle.

Ein Überblick:

21’118 Straftaten im Kanton Basel-Stadt – plus 1 Prozent

2’515 Gewaltdelikte – plus 2 Prozent

543 Körperverletzungen – plus 7 Prozent

3’708 Drogendelikte – plus 14 Prozent

248 Gewaltdelikte gegen Beamte – plus 91 Prozent

1’421 Delikte im Bereich der Jugendanwaltschaft – plus 31 Prozent

Bei den Gewaltdelikten führt Basel-Stadt die proportionale Hitparade klar an. Telebasel will wissen, ob sich die Messestadt Basel das leisten kann. Welche Werte fordern Änderungen und inwiefern steht das Baselbiet in der Pflicht?

Soll der Uni-Rat nach kantonalen Interessen gewählt werden?

Noch während die Regierungen über den künftigen Uni-Vertrag verhandeln, meldet sich die Baselbieter alt Nationalrätin Kathrin Amacker via bz, sie sei bereit – falls angefragt – das Uni-Rats-Präsidium zu übernehmen. Das Amt hat derzeit Ueli Vischer, alt Regierungsrat und Messe-Präsident, inne.

Verschiedentlich hatten aber konservativ-bürgerliche Politiker aus dem Baselbiet einen Baselbieter an der Spitze des Uni-Rats gefordert. Auch Bildungsdirektorin Monica Gschwind passt die Zusammensetzung des Rats nicht, weil sie – laut der bz – bei gewissen Abstimmungen «allein auf weiter Flur» gestanden habe.

Nun stellen sich die Fragen, ob erstens der Uni-Rat nach kantonal-politischen Interessen gewählt werden soll, und zweitens ein Baselbieter Anspruch auf das Uni-Rat-Präsidium auch dann noch sinnvoll und angemessen ist, wenn das Baselbiet, wie mehrfach betont, sich nicht paritätisch an der Uni beteiligen möchte.

Telebasel will wissen, ob beides geht, nämlich, weniger zu zahlen und gleichzeitig mehr bestimmen zu wollen. Und, ist im Interesse der Region eine Person erwünscht, die nach den Forderungen der Baselbieter FDP und SVP einen Sparkurs an der Uni durchsetzen will?

Die Schweiz und der Brexit

Die Scheidung ist eingereicht: Welche Auswirkungen der Brexit haben wird, ist noch nicht absehbar. Aber dennoch muss die Schweiz handeln. Wie? Gegenüber Grossbritannien einerseits, gegenüber der EU andererseits.

Ueli Maurer sagte sinngemäss:  Um das Staatenbündnis zukunftsfähig zu machen, seien mehr Freiheit für die einzelnen Mitgliedsstaaten und ein höheres Mass an Flexibilität gefragt. Von derartigen Reformen könne auch die Schweiz mittel- bis langfristig nur profitieren. Geht die Rechnung auf?

Im Telebasel Sonntagstalk vom 2. April  2017 diskutieren die Basler SP-Ständerätin Anita Fetz, der  Baselbieter SVP-Politiker Caspar Baader und der Baloise-Präsident Andreas Burckhardt. Das Gespräch leitet Adrian Plachesi.

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