08/15 ist schon lange out: Babys bekommen immer mehr exklusivere Namen. Die Stars zeigen, wie es geht. (Bild: Pixabay)

Baselland

Haylay Freya Rebekah, Kurubiel oder Cataleya

Ja, die lieben Babynamen. Lange überlegen die Eltern, schliesslich soll der Name exklusiv sein, gleichzeitig aber auch noch einigermassen normal tönen. Die armen Kleinen, denn die gute Mischung gelingt nicht allen Eltern.

Die Namensgebung für Kinder scheint ein heikles Thema. Erst am Dienstag, 28. März 2017, wurde an einem Zürcher Gericht ein Entscheid bestätigt, dass Eltern ihr Kind nicht mit dem Namen ‹J› benennen dürfen. 

Um Kinder vor unmöglichen Vornamen zu schützen, ist 1986 zum ersten Mal das ‹Internationale Handbuch der Vornamen› erschienen. Nach ihm richtet sich die Namensgebung in der Schweiz.

Auch Deutschland richtet sich nach diesem Handbuch. Wie die ‹Schweizer Illustrierte› berichtete, musste das deutsche Zivilstandesamt bereits Namen verhindern: ‹Puhbert›, ‹Pfefferminze›, ‹Borussia› oder ‹Frieden-Mit-Gott-Allein-Durch-Jesus-Christus›. Manch einer würde wohl so reagieren, wenn sich jemand mit einem dieser Vornamen vorgestellt hätte:

(giphy.com)

Die Zuwanderung macht Namensgebung umso spezieller

Namen, die das Wohl des Kindes gefährden, dürfen abgelehnt werden, steht im ‹Internationale Handbuch der Vornamen›. Ob sich mit so skurillen Namen in Basel auch schon beschäftigen musste? Angela Weber vom Zivilstandesamt Baselland sagt Nein. Ihr wären schon eigenwillige Namen begegnet, doch sie weiss das zu erklären: «Es sind viele ausländische Vornamen, die hier sehr speziell klingen, aber in ihrem Herkunftsland als völlig normal gelten.»

Für Telebasel durchforschte die Zivilstandesbeamtin die Liste der Babynamen des vergangenen Jahres. 797 Babys wurden 2016 im Baselland geboren. «Cataleya, Kurubiel oder Haylay Freya Rebekah sind die Speziellsten.»

Ein Vornamen ablehnen musste Angela Weber schon lange nicht mehr. Hingegen musste sie Eltern anschreiben, ob sie sich nicht Gedanken machen möchten, ihrem Kind lieber einen anderen Namen zu geben, da mit diesem Namen Hänseleien im Kindergarten oder in der Schule erwartet werden könnten.

Einzelne Buchstaben in Basel-Stadt

Auch beim Zivilstandesamt Basel-Stadt müssen nur selten Vornamen abgelehnt werden, erklärt uns die Leiterin Mirjam Cattin. Jedoch wurde erst kürzlich, auch in Basel ein einzelner Buchstabe als Vorname abgelehnt: «Der Name war aus einem Film, ich kann mich jedoch nicht mehr erinnern welcher. Dort wurde er jedoch ausgeschrieben.» Die Eltern hätten die Entscheidung aber sofort akzeptiert. «Wir brauchten keinen Gerichtsbeschluss und auch keine Verfügung.»

Die Leiterin des Zivilstandesamts teilt uns mit, dass es manchmal schwierig sei, eine Entscheidung zu fällen. «Mercedes ist ja beispielsweise eine Automarke, jedoch im spanischen auch ein wunderschöner und gebräuchlicher Mädchenname.» Ebenso sei dies bei Städtenamen wie Brooklyn oder Paris, welche auch anerkannte Namen sind. «Wir achten einfach darauf, dass der Name dem Kind nicht schadet» und es gäbe jeweils ein Gespräch mit den Eltern über den Namen.

28’000 Franken für einen Babynamen

Wer selbst nicht den passenden Babynamen findet, kann sich bei einer Berner Firma melden. Sie kreiert für 28’000 Franken einen neuen Namen. So exklusiv, dass in zwölf Sprachen getestet wird, ob es die Neukreation nicht doch schon gibt, schrieb die Zeitung Bund.

So kreativ einige sein wollen, so einfach machen es sich manch andere. Das sind die beliebtesten Schweizer Babynamen aus dem Jahr 2016.

Promis sind da schon einen Schritt voraus – sie werden immer kreativer mit Kindernamen.

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