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Der Telebasel Talk vom 28. März 2017.

Basel

«Kriminellster Kanton» der Schweiz: Was nun, Herr Dürr?

Schlimmer könnten die Schlagzeilen kaum sein für Sicherheitsdirektor Baschi Dürr (FDP): Basel-Stadt war 2016 einsame Spitze bei der Kriminalität und auch bei den Gewaltdelikten. Auf 1'000 Einwohner kommen 13 Delikte wie Körperverletzungen, Tätlichkeiten, Drohungen oder Raub. Basel als der wilde (Nord) Westen? Schafft Dürr nun Remedur oder geht es weiter so wie bisher?

Zuerst die gute Nachricht: Die Kriminalität in der Schweiz ist im letzten Jahr weiter gesunken. Die Zahl der Straf­delikte sank um 4,1 Prozent auf noch rund 470’000. Das sei der tiefste Wert seit der Statistikrevision im Jahr 2009, teilte das Bundesamt für Statistik (BFS) gestern mit.

Jetzt die schlechte: Basel tickt andersrum, wird bereits als der gefährlichste Ort der Schweiz bezeichnet. Im Unterschied zum nationalen Trend wurde eine Steigerung um 1 Prozent registriert. Damit belegt Basel neu den Spitzenplatz in Sachen Kriminalität: Pro 1’000 Einwohnern kam es 2016 zu 110,1 Delikten. Der «zweitkriminellste» Kanton ist Genf mit 107,1 Delikten, gefolgt von Neuenburg (75,1), Waadt (70,5) und Zürich (59,8). Das Baselbiet ist mehr als halb so kriminell wie der Partnerkanton: Hier beläuft sich die Deliktrate pro 1000 Einwohner bloss auf 42,1.

Um 3,6 Prozent zugenommen haben in der Schweiz schwere Gewaltstraf­taten. Verantwortlich dafür ist vor allem der Anstieg bei den Vergewaltigungen um 11 Prozent auf 588. Die Zahl der Delikte gegen die sexuelle Integrität ist auch insgesamt um 8 Prozent auf 7329 gestiegen. Die versuchten Tötungsdelikte haben um 33 Prozent zugenommen: 45 Menschen kamen dabei ums Leben. In vier von zehn Fällen geschah dies im häuslichen Bereich.

Mehr Körperverletzungen

Unangenehm für Baschi Dürr: Ob Tätlichkeit, Drohung, Körperverletzung oder Gewalt und Drohung gegen Beamte: Basel-Stadt ist führend. Bei den Gewaltdelikten wurde mit insgesamt 1537 Fällen im 2016 eine Zunahme um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet – die Zahlen des letzten Höchststandes von 2011 wurden knapp übertroffen.

Im Detail fallen bei den insgesamt 1410 Delikten gegen Leib und Leben (-6%) zwei Kategorien negativ auf: Körperverletzungen nahmen 7 Prozent zu auf 543 Fälle, die Anzahle Fälle Gewalt gegen Beamte verdoppelte sich fast (+91%) auf 248.

Von den insgesamt 2640 Delikten gegen die Freiheit – knapp gleich viele wie 2015 – machten Drohungen mit 547 Fällen (-13%) den Grossteil aus. Zugenommen haben mit 50 indes Fälle von Freiheitsberaubung (+39%) und Hausfriedensbruch (ohne Einbrüche) auf 179, was einem Plus von 8 Prozent entspricht.

Wie interpretiert der Sicherheitsdirektor Baschi Dürr die Basler Spitzenposition bei Kriminalität und Gewaltdelikten? Wie reagiert er darauf? Im Talk nimmt Baschi Dürr Stellung.

(sda/cb)

1 Kommentar

  1. Liebe zukünftige Telebasel-Talkgäste wie wäre es wenn ihr dem uneinsichtigen Satzabklemmer P. rigoros dreinredet? Erst dann merkt er vielleicht wie unanständig das ist. Wo ist eigentlich die Chefin? NB: Genauso schlimm sind Schawis unbeendet Sätze auf SFR.Report

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