Bei Voruntersuchungen kann abgeklärt werden, ob sich die Augen für eine Operation eignen. (Bild: Telebasel)

Basel

Augen OPs

Wie gut wir unsere Umgebung wahrnehmen können, liegt daran, wie gut unsere Sinne funktionieren. Die Augen sind für die meisten Menschen das wichtigste Sinnesorgan, denn mit einer permanenten Sehstörung kann man nicht optimal auf die Umwelt reagieren.

Fehlsichtigkeiten entwickeln sich oft über längere Zeit, die Bekanntesten sind Kurz- und Weitsichtigkeit. Menschen im höheren Alter erkranken jedoch häufig an schlimmeren Krankheiten, wie zum Beispiel dem Grauen Star. Was im leichten Fall vielleicht nur eine unkomfortable Situation darstellt, kann im schlimmeren Zustand eine schwere Einschränkung der Lebensqualität bedeuten.

Voruntersuchungen

Voruntersuchungen klären ab, ob sich die Augen für sogenannte Augenlasern geeignet sind. Diese Behandlung ist seit einigen Jahren sehr beliebt bei Brillenträgern, die sich ein Leben ohne Brille oder Kontaktlinsen wünschen. Die Messung der Hornhaut ist entscheidend, ob eine Operation in Frage kommt. Auf der Aufnahme wird die Dicke der Hornhaut im Querschnitt sichtbar. Kurzsichtigkeit kann mit einer Lasermethode besser behandelt werden als Weitsichtigkeit.

Nach der Hornhaut wird die Iris, der farbige Ring im Auge, vermessen. Die Aufnahme hilft später, den Laser exakt zu positionieren und die Bewegung des Auges während der OP zu korrigieren.

Falls Probleme, wie zum Beispiel Netzhautlöcher festgestellt werden, müssen diese vor der Operation beseitigt werden. Wichtig ist auch, dass die Fehlsichtigkeit in den letzten zwei Jahren stabil geblieben ist, andernfalls wird nicht operiert.

Operation

Bei der Operation durchdringt ein erster Laser die äussere Schicht der Hornhaut und schneidet einen Deckel aus, der dann zur Seite geklappt wird. Dann kann ein zweiter Laser durch Abtragen von Hornhautgewebe die Fehlsichtigkeit wie gewünscht korrigieren, was etwa zwischen 30 und 90 Sekunden dauert. Zum Schluss wird die Hornhautlamelle wieder zurückgeklappt. Sie saugt sich von selbst fest und verschliesst wie ein körpereigenes Pflaster die Hornhaut.

Tipps:

  • Ab dem 40sten Lebensalter sollte man regelmässig seine Augen kontrollieren lassen.
  • Die Augen sollte man vor UV-Strahlen schützen, z. B. mit einer guten Sonnenbrille.
  • Familiäre oder genetische Vorbelastungen können Ursachen für Augenprobleme sein.
  • Empfindlichkeit bei hellem Licht, weniger gutes Kontrastsehen und ein häufiger Brillenwechsel könnten Hinweise auf einen Grauen Star sein.
  • Studien belegen, dass Kinder, die nicht draussen spielen, eher eine Kurzsichtigkeit entwickeln. Deshalb sollte man seine Augen draussen trainieren.

Mehr dazu im Gsund ab 19:40 Uhr stündlich auf Telebasel

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