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Der Telebasel Sonntagstalk vom 26. März 2017.
Basel

Leistungschecks, Parkplätze und Drohungen aus der Türkei

Nach dem schlechten Abschneiden der Basler Schulen bei den Leistungschecks fordern Basler Lehrer deren Abschaffung. Ist das richtig? Darüber, über die Forderung nach mehr Parkplätzen in Basel-Stadt und über die Drohungen der Türkei gegenüber Europa diskutieren Silvia Schenker, Christine Frey und Dieter Kohler im Sonntagstalk vom 26. März 2017.

In den Schulen der Nordwestschweiz werden seit mehreren Jahren sogenannte Leistungschecks durchgeführt. Das sind standardisierte Prüfungen, die für alle Schülerinnen und Schüler in den beiden Basel, Aargau und Solothurn obligatorisch sind. Die Basler Schulen haben deutlich schlechter abgeschnitten als diejenigen in den anderen Kantone.

Nun fordern die Basler Lehrpersonen die Abschaffung der Checks. Interesse an diesen Leistungschecks hat aber beispielsweise die Handelskammer beider Basel bekundet. Sollen hier einfach die schlechte Botschaft oder gar schlechtere Lehrerleistung ausgeschaltet werden?

Mehr Parkplätz gefordert

Diese Woche schlug die Autolobby zurück: In Basel-Stadt wurden zwei Initiativen eingereicht, die eine «ausreichende» Anzahl von Parkplätzen schaffen und das Reduktionsziel von zehn Prozent weniger motorisiertem Verkehr aufheben sollen. Und im Baselbiet fordern Gewerbekreise mit einer Initiative den Strassenausbau. Damit sollen Staus und Engpässe aufgehoben werden. Ist das die Retourkutsche zu ‹zu viel› grüner Politik?

Türkei droht Europa

Das türkische Regime hat es diese Woche für richtig gehalten, Europa zu drohen: Niemand werde sich hier mehr sicher fühlen. Deutschland und die Niederlande wurden mit Nazivergleichen überzogen. Aussenminister Mevlüt Cavusoglu drohte Europa mit Religionskriegen.

Laut der Wochenzeitung ‹Die Zeit› sagte der türkische Aussenminister weiter: «Europa wird schon lernen, wie man mit der Türkei umzugehen hat. Ansonsten werde es die Türkei Europa beibringen. «Ihr werdet von Eurem befehlenden Diskurs absehen. Die Türkei befiehlt», sagte er.

Die Türkei sei die Umma, die weltweite Gemeinschaft von «zwei Milliarden» Muslimen. «Deshalb könnt Ihr mit der Türkei nicht im Befehlston sprechen. Ihr müsst anständig reden, Ihr könnt um etwas bitten.»

Ach ja?  Eben dieser Herr ist am 23. März 2017 in der Schweiz gelandet, um mit Bundesrat Didier Burkhalter zu sprechen. Nebenher darf Herr Cavusoglu hier auch noch für sein Referendum werben. Lässt der Bundesrat die Hosen runter, um die Wirtschaftsbeziehungen nicht zu gefährden?

Über all diese Themen diskutieren im Sonntagstalk vom 26. März 2017 die SP-Nationalrätin Silvia Schenker, die scheidende Baselbieter FDP-Präsidentin Christine Frey und der Chefredaktor des SRF Regionaljournals BS/BL Dieter Kohler.

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