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Der Telebasel News Beitrag vom 21. März 2017.

Basel

Kinder- und Tierpornos verbreitet: Schnitzelbänggler verurteilt

Er ist ein stadtbekannter Schnitzelbänggler und setzte sich einige Jahre für das Kleinbasler Gewerbe ein: Heute musste er sich wegen Kinder- und Tierpornographie vor Gericht verantworten.

Über 20‘000 Dateien mit Kinder-, Tier- und Gewaltpornographie wurden 2012 auf dem Computer des Schnitzelbängglers gefunden. Diese habe er nicht nur heruntergeladen und gespeichert, sondern zugänglich gemacht. Der Familienvater gab sich vor Gericht geständig: Er schäme sich und es vergehe kein Tag, an dem er nicht an sein Vergehen denke.

Bangg-Kollegin in Dusche gefilmt

Der 50-Jährige musste sich auch wegen Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte vor Gericht verantworten. Er habe eine Bangg-Kollegin und ihren Ehemann während einer Fasnacht in der Dusche gefilmt und diese Dateien gespeichert. Dies verneinte der Angeklagte heute vor Gericht, blieb aber erfolglos: Das Strafgericht sprach den Schnitzelbänggler wegen mehrfacher Pornographie (Herstellung, Zugänglichmachen und Besitz), mehrfacher Gewaltdarstellung sowie Verletzung des Geheim- oder Privatbereichs durch Aufnahmegeräte schuldig. Er wurde zu einer bedingten Geldstrafe von 210 Tagessätzen à 80 Franken verurteilt und trägt die Verfahrenskosten von über 30‘000 Franken. Weil das Gericht nicht mehr herausfinden konnte, wann genau der Angeklagte seine Bangg-Kollegin und ihren Ehemann in der Dusche filmte, und diese Tat möglicherweise sieben Jahre zurückliegt, sprach das Gericht von einer Verjährung.

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