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Der Telebasel News Beitrag vom 20. März 2017.

Basel

Widerstand gegen Ausdünnung der Bus-Fahrten

Die Baselbieter Regierung muss sparen - auch beim öffentlichen Verkehr. So sollen nicht nur im Oberbaselbiet schlecht frequentierte Bus-Linien aufgehoben werden, sondern auch im Unterbaselbiet will die Regierung die Zahl der Kurse pro Tag leicht reduzieren. Die landrätliche Komission unterstützt das Vorhaben. Dagegen wehren sich insbesondere die Gemeindepräsidenten von Reinach und Therwil.

Die Baselbieter Verwaltung rechnet vor: Werden von täglich über 70 Bus-Fahrten im Unterbaselbiet fünf gestrichen, könnte der Kanton 860’000 Franken jährlich sparen. Der Vorschlag der Regierung unterstützt die landrätliche Bau- und Planungs-Kommission (BPK) mehrheitlich. Gemeindepräsidenten im Unterbaselbiet dagegen wehren sich gegen solche Abbau-Pläne bei der Zahl der Fahrten. Für Urs Hintermann (Reinach, SP) und Reto Wolf (Thewril, FDP) machen solche Vorhaben keinen Sinn, zumal die betroffenen Buslinien vergleichsweise gut frequentiert sind. Zumindest weisen sie mehr Passagiere auf als viele Bus-Linien im Oberbaselbiet.

Die Argumente des Gemeindepräsidenten von Reinach, Urs Hintermann (SP):

(Video: Telebasel)

Unsinniges Vorhaben?

Der Gemeindepräsident von Reinach, Urs Hintermann (SP), betont, auch in der grossen Baselbieter Gemeinde Reinach schaue man auf das Kosten-Nutzen-Verhältnis, und er erinnert, dass der letzte Abbau einer Bus-Linie die Gemeinde Reinach betroffen hatte. Auch der Gemeindepräsident von Therwil, Reto Wolf (FDP), gibt vor, dass eigentlich nur Bus-Linien ausgedünnt werden sollen, die wenige Passagiere aufweisen. Dies sei bei den vorgesehenen Bus-Linien 47 sowie 60-65 nicht der Fall.

Die Einwände des Gemeindepräsidenten von Therwil, Reto Wolf (FDP):

(Video: Telebasel)

Kritik an Parteikollegen

Beide Gemeindepräsidenten kritisieren, dass ihre parteieigenen Kantonsvertreter in der landrätlichen Kommission diesen Sparplan unterstützten. Sie hätten sich gewünscht, dass die Kantons-Parlamentarier zuvor mit den Gemeindepolitikern Rücksprache genommen hätten. Einer dieser Kommissionsmitglieder ist Rolf Blatter (FDP, Pfeffingen). Seine Gemeinde wäre von einer kleineren Zahl an täglichen Bus-Fahrten auch betroffen. Dass einige Busfahrten ausfallen sollten, hält er für vernachlässigbar.

Weshalb Landrat Rolf Blatter (FDP, Pfeffingen) den Kommissions-Vorschlag gut findet:

(Video: Telebasel)

Kommission: Auch SP und FDP waren für Abbau

Auch Landrat Hannes Schweizer (SP, Oberdorf) war in der Kommission noch dafür, dass im Unterbaselbiet fünf Fahrten von Bus-Linien gestrichen werden, die sehr häufig verkehren. Telebasel berichtete.

Der Telebasel News Beitrag vom 11. März 2017:

Der Landrat muss am Donnerstag 23. März 2017 entscheiden, wie er das Sparprogramm beim öffentlichen Verkehr umsetzen will. Keine einfache Aufgabe bei derartigem Widerstand aus den betroffenen Unterbaselbieter Gemeinden.

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