Sagt wieder ‹Hallo› im Frühling: der Igel. (Bild: Pixabay)
Schweiz

Wie süss! Diese Tiere sagen im Frühling ‹Hallo›

Die Sonne kitzelt wieder in der Nase, die ersten Vogelgezwitscher sind zu hören: Der Frühling ist wieder da. Und das lockt auch viele süsse, aber auch weniger schnügglige Tiere, aus ihrem Winterschlaf. Oder was sonst noch für Kuriositäten der Tierwelt im Frühling anstehen, gibts hier zu lesen.

Wenn draussen die Sonne scheint und die Temperaturen milder werden, naht der Frühling. Das lockt auch die Tierwelt wieder aus ihrer Ruhephase oder gar aus dem Winterschlaf auf. In unserer Bildergalerie finden Sie eine Auswahl von süssen Tieren, die mit dem Frühling wieder aus dem Wintermodus schlüpfen. Der Basler Biologe Andreas Moser war am Dienstag, 14. März 2017 zu Gast in der SRF-Radiosendung ‹Treffpunkt›. Dort erklärte er vieles rund um die Tierwelt.

Natürlich sind nicht alle Tiere mit einem ‹Jöööö› behaftet. Hier sind noch Tiere, die ebenfalls mit den ersten Frühlingsstrahlen wieder erwachen.

Murmelis vertreiben ihre Kinder

Moser erklärt, dass der Frühling für viele Tiere auch grossen Stress bedeutet. Wildtiere wie Gämsen, Hirsche oder Steinböcke passen ihren Körperhaushalt so an, dass sie wenig Nahrung brauchen. Ob sie den Winter überleben, hängt von ihren Fettreserven ab. Für bereits geschwächte Tiere kann frisches Futter eine Stresssituation bedeuten, so dass die Verdauung versagt.

Für das Murmeltier, vor allem für die Jungtiere, ist der Frühling gar keine schöne Zeit. Für viele der zwei- bis dreijährigen Jungen einer Murmeltierfamilie ist der Frühling keine schöne Zeit. «Murmeli sind territoriale Tiere», erklärt Moser. Damit das Familienterritorium nicht allzu sehr abgegrast wird, müssen die älteren Jungen verschwinden. So werden sie im Alter von zwei bis drei Jahren von den Eltern vertrieben.

(Bild: Pixabay)

Zitronenfalter ist wie ‹Austin Powers›

Ganz kurios überwintert der Zitronenfalter. Er hängt sich einfach an einen Ast und wenn es kalt wird, lässt er sich tiefgefrieren – bis über -10 Grad – und wacht dann im Frühling mit dem warmen Wetter wieder auf. «Der Zitronenfalter ist ein unglaublich spannendes Beispiel, wie Tiere den Winter überstehen», so Moser. «Er überwintert als fertig entwickeltes Insekt. Er hängt an einen Zweig oder einen Strauch, klappt die Flügel zusammen und liefert sich dem Winter aus.» Er habe im Blut einen speziellen Frostschutz, der verhindere, dass in den Zellen der empfindliche Zellkern einfriere und die Zellen so zerstört werden.

Sein Vorteil: Wenn der Zitronenfalter im Frühling erwacht, ist er einer der ersten Schmetterlinge. So kann er eine Weile sorglos umherfliegen, denn die meisten Zugvögel, die gerne Schmetterlinge fressen, kommen erst ein paar Wochen später in die Schweiz zurück.

 (Bild: Pixabay)

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