Für den Bangg ‹Glettyse› war es die letzte Fasnacht. (Bild: Schnitzelbank Basel)

Basel

Zwei Schnitzelbänke hören auf

Die Schnitzelbänke Peperoni und Glettyyse wurden am Schlussabend der Comité-Schnitzelbänkler für jeweils 30 Jahre Fasnacht geehrt. Für die beiden war es aber zugleich auch die letzte Fasnacht.

Sowohl Peperoni als auch Glettyyse haben ihren Rücktritt gleich selbst auf der Bühne verkündet, nachdem beide zuvor für ihre 30-jährige Tätigkeit an der Basler Fasnacht geehrt und mit Helgen vom Comité beschenkt wurden. Insbesondere die Entscheidung von Peperoni überraschte – nicht einmal die Comité-Mitglieder hätten von diesem Plan gewusst, schreibt die ‹Basler Zeitung›.

Peperoni begeisterte dieses Jahr mit seinen Versen zu nationaler und internationaler Politik und aktuellen Themen aus Basel und der Welt:

(Video: Telebasel)

Comité findet’s schade

Von Seiten des Comités ist man zwar betrübt über die Entscheide, man könne sie jedoch auch verstehen: «30 Jahre an der Fasnacht singen, das muss man auch zuerst mal machen», sagt Obmann Walo Niedermann auf telefonische Anfrage gegenüber Telebasel. Trotz der aufhörenden Bänke kann das Comité aber nicht klagen: «Wir zählen zurzeit 31 Schnitzelbänke, von welchen dieses Jahr drei pausierten.» Auch Nachwuchsprobleme seien nicht vorhanden. «Wir haben mehrere Bänke die erst ein oder zwei Jahre dabei sind. Wir sind auch nicht aktiv auf der Suche nach neuen Bänken, wenn aber jemand will, so hören wir uns diese natürlich gerne an.»

Bei beiden Bänken war hauptsächlich das Alter der Grund für den Rücktritt. Nebst Peperoni und Glettyyse gibt es auch noch weitere Bänke, die bereits eine beträchtliche Zeit auf dem Buckel haben. Die Gasladärne als Beispiel wurde am Schlussabend für 40 aktive Jahre geehrt. Besteht da eine Angst über mögliche Rücktritte in den kommenden Jahren? Walo Niedermann antwortet: «Nein, eine Angst ist sicher nicht vorhanden. Wir finden es zwar schade, wenn jemand diesen Entscheid fällt, wollen und können sie aber nicht davon abhalten. Besonders das Alter ist ein Grund, an dem man nichts ändern kann.»

Pierrot: «Zu 70 Prozent gebe ich nochmal einen drauf»

Viele haben angenommen, dass Pierrot ebenfalls die Fasnachtsbühne verlassen würde. Aber schon beim Schnitzelbankabend vom Mittwoch im Kohlmanns machte er noch keine genauen Angaben, als Dani von Wattenwyl mit ihm plauderte:

(Video: Telebasel)

Telebasel hat mit dem Schnitzelbank-Urgestein telefoniert und siehe da, Pierrot hängt zu 70 Prozent noch eine Fasnacht an. Der 69-Jährige fühle sich gesundheitlich gut und habe Lust, nochmals aktiv bei einer Fasnacht mitzumachen. Anschliessend wolle er von Jahr zu Jahr entscheiden.

Beim Auftritt zeigte Pierrot all sein Können:

(Video: Telebasel)

Auch wir von Telebasel bedanken uns bei Peperoni und Glettyyse für viele wunderbare Verse während den dreissig Jahren – hoffen aber zugleich, dass die Lücken, welche die Bänke hinterlassen, schnellstmöglich gefüllt werden können und wir weiterhin viele lustige Pointen hören können.

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