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Telebasel Gsund vom 14. März 2017 (Video: Telebasel)
Basel

Herzinfarkt – wenn der Herzmuskel streikt

Ein Stechen in der Brust, Atemnot, kalter Schweiss – Herzinfarkt, eine der häufigsten Todesursachen weltweit. Doch das Potential zur Prävention ist gross.

Ein paar Runden im Wald rennen: nichts spricht dagegen, vieles dafür. Denn laut der nationalen Gesundheitsbefragung fühlen sich Menschen die sich regelmässig bewegen nicht nur besser, sondern sind auch seltener von Krankheiten betroffen, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Beschwerden.

Wichtige Durchblutung am Herzmuskel

Das Herz pumpt das Blut durch unseren ganzen Körper. Der Herzmuskel selber muss aber ebenfalls mit genug Blut versorgt sein. Kommt es dort zu einem Engpass, dann funktioniert der Herzmuskel nicht mehr richtig. Es fehlt nicht mehr viel bis zum tödlichen Stillstand. Meist kündet sich der Herzinfarkt an durch einen plötzlichen, stechenden Schmerz in der Brust, ein Gefühl von Einengung, Atemnot und kaltem Schweiss. Im besten Fall ist er ein Warnsignal.

Minimaler Eingriff

Ein Eingriff am Herzen muss aber nicht eine grosse Operation bedeuten, sondern kann dank der Kathetermethode minimalinvasiv stattfinden. Dabei dring man mit einem Katheter über eine Vene ins Herz ein. Anschliessend wird Kontrastmittel eingespritzt, welches den Blutfluss sichtbar macht. Sofort erkennt der Arzt, wo das Blut nicht mehr richtig fliesst und somit welches Herzkranzgefäss verstopft ist. Meist sind die Gefässe durch Ablagerungen verengt, ausserdem können dort Blutgerinsel vorhanden sein. Diese werden abgesaugt und das Gefäss wird mit einem Stent stabilisiert – ein metallenes Röhrchen, dass eine erneute Verengung verhindert. Der Patient ist bei der Untersuchung wach, spürt jedoch den Katheter kaum.

Nicht jedes Stechen in der Brust muss auf ernste Probleme hinweisen. Doch wenn man wiederkehrende Brustschmerzen hat, sollte man diese nicht unbeachtet lassen. Bei Verdacht auf Herzprobleme macht ein Kardiologe ein Elektrokardiagramm (EKG), auf welchem die Herzstromkurve darüber Auskunft gibt, ob der Rhythmus regelmässig und stabil ist.

Tipps:

  • Mit ausgewogener Ernährung kann man vieles verhindern. Fettige Speisen erhöhen den Cholesterinspiegel im Blut, was die Verengung von Herzgefässen begünstigt. Besser fürs Herz sind ballaststoffreiche Nahrungsmittel wie Gemüse, Obst, Vollkornprodukte. Und Fisch statt Fleisch.
  • Dass Rauchen nicht gesund ist, ist kein Geheimnis. Doch fürs Herz ist Nikotin besonders gefährlich, da es die Gefässe verengt und die Leistungsfähigkeit der Herzmuskel senkt. Mit viel Sport und Bewegung hingegen bleibt das Herz in Schuss.
  • Ein Herzinfarkt kündigt sich meistens durch Brustschmerzen in Kombination mit Engegefühl und Atemnot an. Bei diesen Symptomen sollte man sich direkt auf die Notfallstation begeben.
  • Tritt der Herzstillstand ein, gilt für Umstehende: Reanimieren! Jede Herzmassage ist besser als keine.
  • Good to know: Viele öffentliche Orte sind mit einem Defibrillator ausgestattet.

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