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Der Telebasel Mash Beitrag vom 23. Februar 2017 von Pirmin Balmer.

Basel

Mash: Wie fülle ich eine Steuererklärung aus?

Telebasel Mash zeigt euch die wichtigsten Eckpunkte zum Ausfüllen einer einfachen Steuererklärung.

Kennst Du es auch? Alljährlich im Februar öffnest Du den Briefkasten und findest darin einen Umschlag vom Kanton mit der Aufschrift ‹Steuererklärung›. Viele sind genervt, haben keinen Bock und wissen nicht wirklich wie man eben diese ausfüllt. Dem wollen wir nun Abhilfe verschaffen. Wenn Du einige Punkte beachtest, geht es schnell und einfach.

Vorbereitung

Wichtig ist, dass Du gut vorbereitet bist für das Ausfüllen der Dokumente. Deshalb gilt das ganze Jahr hindurch, etwas an die Steuererklärung zu denken. Wenn Du beim Arzt oder auch Zahnarzt warst, dann lege die Rechnung so ab, dass Du sie für das ausfüllen der Steuererklärung wieder hast. Am besten legst Du Dir einen Ordner an oder nimmst ein Mäppchen. Weiter solltest Du auch Zins- und Saldoausweise von Konten, welche Du geschlossen hast in diesem Ordner oder Mäppchen ablegen. Ende Jahr oder anfangs Januar kommen dann meist die restlichen Dokumente – per Post und Mail oder sind im E-Banking bereit zum Download. Solltest Du ausserordentlich viele Spenden getätigt haben, so hast Du von der jeweiligen Organisation auch einen entsprechenden Spendenbeleg für die Steuern erhalten. Leider können nicht alle Spenden von jeder Organisation abgezogen werden. Kurzer Check ob Du nun alles bereit hast:

  • Lohnausweise (pro Arbeitgeber mindestens einer)
  • Zins- und Saldoausweis (für jedes Deiner Bankkonti einen)
  • Arztrechnungen (auch Zahnarzt) und den Steuerausweis der Krankenkasse

Das Ausfüllen

So: Los geht’s mit dem Ausfüllen der Steuererklärung. Keine Sorge – Du bekommst das hin! Zuerst sortieren wir die Unterlagen. Und zwar nach der oben genannten Checkliste: Lohnausweise, Zins- und Saldoausweise und zum Schluss die Rechnungen und Spendenbelege.

Angefangen wird mit dem Lohn. Dieser kommt auf der zweiten Seite des Haupformulares oben hinein. Zuerst den Haupterwerb, also dort wo du normalerweise gearbeitet hast. Solltest Du zwei Hauptarbeitgeber gehabt haben, so zählst Du die Beträge zusammen. Eingetragen wird am Schluss der Nettolohn. Also dieser Betrag, welcher Du auch auf Dein Konto ausbezahlt bekommen hast. Weitere Einkommen zählst Du ebenfalls zusammen und trägst sie beim Nebenerwerb ein.

Weiter geht es mit dem Vermögen. Für dieses gibt es das Formular ‹Wertschriftenverzeichnis›. Die grösste Frage, die sich wahrscheinlich schon mancher gestellt hat, ist die Verrechnungssteuer. Dies ist eine Sicherheit für den Staat. Somit kann er gerade bei hohen Vermögen sicherstellen, dass es angegeben wird. Wird alles korrekt deklariert, so erhält man das Geld auch zurück. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass diese Steuer erst ab einem Zinsertrag von 200 Franken erhoben wird. Weiter gibt es die Verrechnungssteuer auch auf Lottogewinne. Auf den Bankbelegen ist dies aber eigentlich immer vermerkt. Sollte nichts stehen oder ist es verrechnungssteuerfrei, so kannst Du den Zins in die Spalte B, Zins ohne Verrechnungssteuer eintragen. Den Kontostand per Stichtag ist ebenfalls einzutragen. Achtung! Diesmal ist der Bruttowert einzutragen.

Zum Schluss kannst Du noch die Krankheitskosten eintragen. Allerdings müssen die Kosten eine Pauschale übersteigen. Die Prämie kannst Du nur in gewissen Kantonen abziehen. Zuletzt kannst Du auch noch Spenden abziehen. Diese müssen allerdings höher als 100 sein – und von einer steuerbefreiten Organisation.

Unterstützung

So, nun hast Du die Steuererklärung ausgefüllt. Kontrolliere alles nochmals gut:

  • Stimmt der eingetragene Lohn?
  • Stimmt das Vermögen?
  • Hast Du allfällige Krankheitskosten eingetragen?
  • Hast Du allfällige Spenden eingetragen?
  • Stimmt der Berufskostenabzug?

Dann kannst Du Kopien der Belege beilegen, die Steuererklärung unterschreiben und Sie an die Steuerverwaltung senden. Solltest Du weiterhin nicht zurecht kommen, so gibt es Organisationen, welche Dir gerne behilflich sind. Dies wäre die GGG Basel, Stiftung Pro Senectute und die Stiftung Pro Infirmis. Wir wünschen Dir zumindest viel Erfolg!

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Zum Herunterladen:
Steuererklärung: Hauptformular Steuererklärung: Wertschriftenverzeichnis

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