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Basel

Seppe Hügi in Promigrab verlegt

Kein Schweizer Fussballer vermochte seine Marke zu knacken. Mit seinen 0,68 Toren pro Nati-Spiel ist Seppe Hügi bis heute der effizienteste Schweizer Fussballspieler aller Zeiten. Bereits 1995 gestorben, wurde seine Urne heute auf das Gedenkfeld verlegt, auf dem bekannte Basler Persönlichkeiten ihre letzte Ruhe finden können.

In den 50er- und 60er-Jahren reihte er Tor an Tor für den FC Basel und die Schweizer Nationalmannschaft – Josef «Seppe» Hügi alias Goldfiessli. Seine Effizienz sei seine grosse Stärke gewesen erzählt sein ehemaliger Mitspieler beim FC Basel, Mike Speidel, der Hügi als linker Flügel mit Flanken bediente: «Er hat hinten auf die Bälle gewartet und hat sie nicht selber erlaufen. Er wartete auf Flanken von den Halbstürmern in der Tiefe. Schneller als andere Spieler war er meistens nicht, aber wenn er den Ball auf den Fuss bekam, dann hat er sie einfach gemacht.»

Trotz seiner vielen Tore habe Seppe Hügi nie Starallüren gehabt, erinnert sich sein ehemaliger Coiffeur Richard Schultz. «Ganz im Gegenteil. Er hat gerne einen Jass gemacht. Wir gingen in die Riehentorhalle oder auf den Landhof. Das war sein Leben. Er war ein einfacher Mensch.»

Letzte Ruhe neben «Läppli»

Für den Friedhof ist die Verlegung von Seppe Hügi ein Glücksfall. Auf dem Gedenkfeld auf dem Hörnli sollen nämlich möglichst viele bekannte Persönlichkeiten bestattet werden, sagt Michèle Fink, Leiterin Administration des Basler Bestattungswesens: «Da auf dem Gedenkfeld sehen wir Künstler wie Irene Zurkinden, den Komiker Alfred Rasser, ein Bluesmusiker, aber auch weniger angenehme Sachen, wie die Mordopfer von Seewen.»

Neben all diesen Persönlichkeiten darf Goldfiessli Seppe Hügi jetzt die letzte Ruhe finden. Und hier soll er auch bleiben, solange es den Friedhof am Hörnli gibt.

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