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Der Telebasel News Beitrag vom 18. Februar 2017

Basel

Basler Wagen-Cliquen wird der Platz knapp

In ein wenig mehr als zwei Wochen ist Fasnacht. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Einige Wagen-Cliquen jedoch haben es dieses Jahr schwer ihre Vehikel zu bauen – es wird nämlich immer kniffliger einen Platz zu finden.

Enrico Bernasconi ist Vize-Obmann der Klybegg Chnulleri. Bis vor drei Jahren hat die Wagen-Clique in verschiedenen Schulen in Kellern gratis an ihrem Wagen arbeiten dürfen. Danach war aber Schluss.

«Die Räumlichkeiten wurden renoviert, deshalb mussten wir mit all unseren Sachen raus. Der Eigentümer hat Eigenbedarf angemeldet. Danach standen wir auf der Strasse und mussten schauen, wo wir unterkommen. Zum Glück hatten wir ein aktives Mitglied, das uns diese Wohnung zur Verfügung stellt», sagt Bernasconi.

Nun ist eine 1-Zimmerwohnung ihr provisorisches Atelier. Enrico Bernasconi kennt auch andere Wagen-Cliquen, die ebenfalls vom Platzproblem betroffen sind: «Ich kenne einige Wagen-Cliquen, die bereits im Ausland arbeiten müssen, im Elsass oder in Deutschland. Die Mieten sind wahnsinnig hoch in Basel, dabei rede ich von Zahlen von 6000 bis 15‘000 Franken im Jahr. Und wir sind eine sehr kleine Wagen-Clique», erklärt Bernasconi. Genauer gesagt zählen die Klybegg Chnulleri sechs aktive und 50 passive Mitglieder.

Der fehlende Platz ist ein grosses Thema unter den Wagen-Cliquen, bestätigt der Obmann der Wage IG, Roger Borgeaud: «Es wird immer enger für einen Teil der Wagen-Cliquen. Es wird immer teurer für Einstell- und Wagenbauplätze. Es ist ein allgemeines Problem, und es scheint immer grösser zu werden.»

Enrico Bernasconi hofft, dass sie dieses Jahr noch einen erschwingliches Platz für die übernächste Fasnacht finden. Momentan weiss von den Klybegg Chnuller nämlich niemand, ob sie nächstes Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum überhaupt feiern können oder für immer vom Cortège verschwinden.

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