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Der Telebasel News Beitrag vom 9. Februar 2017

Basel

Schlechter Nährboden für die ‹Starke Schule Basel-Stadt›

Die ‹Starke Schule Baselland› gibt es jetzt auch in Basel-Stadt. Die Ziele des Vereins sind dieselben, wie im Baselbiet: Die Abschaffung der Sammelfächer und Lernlandschaften, die die Regierung nach der Bildungsreform eingeführt hat.

Aufklärung und keine Angstkultur mehr unter den Lehrern – das will René Roca mit der Starken Schule Basel-Stadt erreichen. Einer der Gründe, wieso der Verein erst jetzt im Kanton Basel-Stadt startet, sei der Abgang des ehemaligen Erziehungsdirektor Christoph Eymann. «Ich würde ihn nicht gleich als Gesprächsverhinderer bezeichnen. Er hat zwar immer betont, dass man jederzeit zu ihm gehen und mit ihm reden könne, aber danach lief nie was. Und falls man sich kritisch äusserte, dann wurde es schnell autoritär. Die Meinungen wurden unterdrückt. Rasch galt man da als Ewiggestriger und Verhinderer», sagt Roca.

Ein Grund, wieso die Starke Schule erst jetzt nach Basel kommt, sei au der schlechte Nährboden, meint Jean-Michel Héritier, Präsident der Freiwilligen Schulsynode Basel-Stadt FSS: «Weil – anders als im Baselbiet – alle Beteiligten meistens hinter verschlossenen Türen sitzen und dort um Themen feilschen. Aussenstehende hätten es da schwer», erklärt Héritier.

Rund 90 Prozent der Lehrer im Kanton Basel-Stadt sind Mitglied bei der FSS. Sie begrüsst gemeinsame Gespräche mit der Starken Schule Basel-Stadt, weiss jedoch noch nicht, ob sie ihr nützen oder schaden wird. Die Starke Schule Basel-Stadt prüft nun im nächsten Schritt zwei Volksinitiativen: Eine zur Abschaffung der Sammelfächer und eine zweite zur Regelung der Fremdsprachen.

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