Die Baselbieter Sicherheitsdirektion gewährt einen Einblick hinter die Gitter des Untersuchungsgefängnis in Muttenz (Bild: Patrik Busam).

Baselland

Klarheit im Fall um toten Häftling

Der Häftling, der im Januar im Gefängnis Muttenz aus zunächst ungeklärten Gründen ums Leben gekommen ist, verstarb an einer Überdosis Morphin. Dies haben die rechtsmedizinischen Untersuchungen ergeben, wie die Baselbieter Staatsanwaltschaft am Donnerstag, 9. Februar 2017, mitteilte.

Beim Verstorbenen handelt es sich um einen rumänischen Staatsbürger, der sich im vorzeitigen Strafvollzug befand. Der 27-Jährige Mann war am 21. Januar im Bett in seiner Zelle tot aufgefunden worden. Weil die Todesursache unklar war, nahm das Institut für Rechtsmedizin der Universität Basel neben einer Obduktion des Leichnams auch eine toxikologische Untersuchung vor.

Diese Untersuchungen haben jetzt ergeben, dass der Rumäne an einer Überdosis Morphin verstorben ist. Wie er in den Besitz des starken Schmerzmittels gelangte, ist noch nicht bekannt, wie es bei der Baselbieter Staatsanwaltschaft auf Anfrage hiess. Der Häftling sei zwar mit Medikamenten behandelt worden, Morphin sei aber nicht dabei gewesen.

Kein Zusammenhang zu zweitem Toten

Klarheit soll eine Strafuntersuchung bringen, die nun eingeleitet wurde. Sie richtet sich gemäss der Mitteilung gegen unbekannt. Weshalb sich der Verstorbene im vorzeitigen Strafvollzug befand, war nicht zu erfahren.

Dagegen bekräftigte die Staatsanwaltschaft, dass zwischen diesem und einem weiteren Todesfall im Gefängnis Muttenz nach dem derzeitigen Kenntnisstand kein Zusammenhang besteht. Der zweite Häftling war am 4. Februar tot in seiner Zelle aufgefunden worden. Der Rumäne, der sich in einem anderen Zellentrakt in Untersuchungshaft befand, hatte sich laut Staatsanwaltschaft erhängt.

Einblick in den Gefängnisalltag

Telebasel war aufgrund der Vorfälle zu Besuch im Gefängnis und hat dabei den Alltag hinter Gittern hinterfragt:

Der Beitrag in den Telebasel News vom 7. Februar 2017

(sda)

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