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Der Telebasel News Beitrag vom 6. Februar 2017
Basel

Besetzung an der Mülhauserstrasse 26

Ein Wohnblock an der Mülhauserstrasse soll total saniert werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner müssen das Gebäude deshalb verlassen. Zur Unterstützung dieser betagten Menschen haben Aktivisten jetzt im Erdgeschoss ein Büro für Solidarität eingerichtet.

In einem Video an die Öffentlichkeit erklären die maskierten Aktivisten, wieso sie das Erdgeschoss an der Mühlhauserstrasse 26 besetzen. Der Wohnblock wird von der Pensionskasse der Stadt Basel verwaltet und soll nun total saniert werden. Dabei sollen Apartments für Menschen mit mehr Geld entstehen. Das Verlassen ihrer Wohnung sei für die betagten Bewohnerinnen und Bewohner ein grosser Verlust. «Wer nicht mehr zahlen kann und nicht mehr wirtschaftlich verwertbar ist, wird einfach ausgemustert», so die Aktivisten in ihrem rund vierminütigen Video.


Neueröffnung Büro für Solidarität von buerofuersolidaritaet

Mit ihrer Aktion möchten die Aktivisten ein Zeichen gegen den Kapitalismus setzen. Gerade in St. Johann Quartier, wo sich die Novartis breit mache und günstiger Wohnraum sowieso verschwinde. Denn auch die jüngere Generation sei früher oder später von diesem Problem betroffen. Im Büro für Solidarität werden Bewohnerinnen und Bewohner sowohl in ihrem Kampf, aber auch ganz praktisch im Alltag unterstützt. Die Besetzung des Erdgeschosses halten die Aktivisten derweilen für ein wichtiges, politisches Instrument.

Der Umbau soll gemäss Video im September 2017 beginnen. Die Aktivisten möchten das Büro für Solidarität aber so lange halten, bis die Massenkündigung zurückgezogen wird.

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