Eine Werbung über einen deutschen Einwanderer sorgt für Gesprächsstoff (Bild: Screenshot YouTube).

International

Super Bowl-Werbespot über Einwanderer aus Deutschland

Vor dem Super Bowl an diesem Sonntag, 5. Februar 2017, beschert ein Werbespot mit einem deutschen Einwanderer einem Bierkonzern in den USA gewaltige Aufmerksamkeit. Ob gewollt oder nicht: Angesichts der weltweiten Protestwelle gegen die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump trifft der Spot die aktuelle Stimmung perfekt.

Unter dem Slogan ‹Born The Hard Way› (etwa: ‹Auf die harte Weise geboren› oder ‹Er hatte ein schwieriges Leben›) bewirbt der Konzern Anheuser Busch seine Marke Budweiser. Erzählt wird die Geschichte des aus Hessen stammenden Adolphus Busch (1839-1913), des späteren Mitbesitzers der Brauerei.

Der Werbefilm zeigt eine mühselige Überfahrt und Buschs Probleme bei der Ankunft in Amerika: «Wir wollen Dich hier nicht! Geh zurück nach Hause!» wird er angebrüllt. Schliesslich schlägt er sich erfolgreich nach St. Louis im Bundesstaat Missouri durch.

Im Internet verbreitete sich der Spot rasend schnell und wurde als Beleg gewertet, wie wertvoll und wichtig Einwanderung für die USA sei. Trump hat per Dekret allen Flüchtlingen und Staatsangehörigen aus sieben Nationen zeitweise die Einreise in die USA untersagt. Dagegen gibt es weltweite Proteste.

Die Werbung rund um den Super Bowl, das Finale der US-amerikanischen Football-Profiliga, erfährt jedes Jahr grosse Aufmerksamkeit, Firmen und Kreative geben sich besondere Mühe.

(sda dpa)

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