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Telebasel Mash vom 26. Januar 2016.

Basel

‹Basel bei Nacht›

Der 17-jährige Filmemacher Jan Ruflin hat für seine Maturarbeit einen Dokumentarfilm zum Nachtleben, oder besser gesagt zur Arbeit im nächtlichen Basel gedreht.

Im Film von Jan Ruflin werden vier verschiedene Personen eine Nacht lang bei ihrer Arbeit in Basel begleitet. Um die Hauptdarsteller für seinen Film zu finden, mussten ungefähr zwanzig Anfragen geschrieben werden.

Nachdem klar war, wer überhaupt nachts arbeitet, wurde der Maturand bei den BVB, den IWB, im Balzklub und im Palliativzentrum Hildegard fündig. Schliesslich suchte er vier Personen in ebensovielen verschiedenen Bereichen.

Rund 120 Stunden hat der junge Videoenthusiast, wie er sich selbst nennt, in den 50-minütigen Film investiert. Etwas mehr als normal, erklärt er uns. Dies hat auch seinen Grund: ‹Basel bei Nacht› ist nicht kein Dokumentarfilm, wie man ihn aus dem Fernsehen kennt. «In meinem Film gibt es keinen Sprecher und das ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig», so der 17-Jährige.

Bei den BVB folgte er einem Busmechaniker bei der Abfertigung der Busse. Das Bild dazu: zwei Mechaniker und unzählige Busse.

Berührende Szenen im Palliativzentrum Hildegard

Im Palliativzentrum Hildegard werden nachts Listen nachgeführt und der nächste Tag geplant. Wobei es vorerst eine ruhige Nacht ist. Die Pflegerin bereitet die Medikamente für den nächsten Tag vor oder lagert die Patienten um.

Doch dann plötzlich der Alarm. Die Pflegerin eilt in das Zimmer eines Patienten. Die Kamera bleibt dabei natürlich draussen. Doch der Ton bleibt an. So bekommt der Zuschauer mit,  was im Zimmer passiert.

Und diese Szene ist dann doch sehr speziell – und auch berührend: Man kann hören, wie jemand von einem sterbenden Familienmitglied Abschied nehmen muss – und man hört die tröstenden Worte der Pflegerin.

Dann ein Szenenwechsel: Der Film führt einen jetzt in den Balzklub, wo die Kameraeinem der Betreiber folgt. Man erhält spannende Einblicke in das, was hinter der Bar und vor allem auch hinter verschlossenen Türen alles passiert, damit das Partyvolk sorglos abfeiern kann.

Bei den IWB wird es wieder ruhiger. Allerdings liegt das nicht etwa am Filmemacher oder an den Bildern. Ein Mitarbeiter der IWB kann in einer ruhigen Nacht in Ruhe Kaffee trinken, es sei denn, jemand wähle wegen eines Problems die Nummer für Störfälle an.

Alles in allem lässt sich sagen, dass der Film wirklich gut gemacht und interessant ist. Jan Ruflin ist ein engagierter Filmemacher, von dem man bestimmt weitere Arbeiten sehen wird.

Wie Telebasel Mash nach den Dreh erfahren hat, bekam Jan Ruflin in der Nacht der Premiere von ‹Basel bei Nacht› sogar ein Job-Angebot bei einer renommierten Werbeagentur – und die Note 6 für die gelungene Maturarbeit.

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