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Beitrag in den Telebasel News vom 28. Januar 2017.

Basel

Kunst im Teamwork mit der Natur

Die brasilianische Künstlerin Christina Oiticica - Ehefrau von Schriftsteller Paulo Coelho – zeigt seit Donnerstag eine Auswahl ihrer Werke im Brasilea beim Dreiländereck.

Wenn Christina Oiticica den letzten Pinselstrich gezogen oder die letzten Elemente einer Collage zusammengeklebt hat, dann sind ihre Kunstwerke erst zur Hälfte fertig. Denn dann übergibt sie ihre Arbeiten den Kräften der Natur.

Sei es, indem sie die Gemälde für ein Jahr im feuchten Boden des Amazonas vergräbt, sie in einem Fluss versenkt oder einfach draussen Wind und Wetter überlässt. Dass man das ursprüngliche Werk nach der Bearbeitung durch die Natur manchmal kaum mehr erkennen kann, gehört zum Konzept. Wie die Künstlerin ausführt, komme es gelegentlich sogar vor, dass die Umwelt gewisse Werke ganz für sich behalte, dass sie unauffindbar verschwinden.

Bei der Schöpfung zuschauen

Nebst einer Schau von verschiedenen Bildern, welche im Zusammenspiel zwischen Künstlerin und Natur entstanden sind, kann man in Basel auch dabei zusehen, wie ihre Werke von der Natur geschaffen werden. Christina Oiticica hat dazu eigens einige Zeichnungen angefertigt. Diese liegen nun im Brasilea in grossen Blumenkisten unter einer Erdschicht vergraben, hängen auf der Dachterasse im Wind oder liegen in mit Wasser gefüllten Schalen, welche zur Zeit von einer dicken Eisschicht bedeckt sind. Zum Ende der Ausstellung am 16. März werden diese Werke während eines öffentlichen Happenings von der Künstlerin ans Tageslicht geholt.
Auch der Einfluss von Paulo Coelho ist spürbar. Seit 1980 ist Christina Oiticica mit dem brasilianischen Bestsellerautor verheiratet. Die beiden würden sich oft über ihre Ideen unterhalten und zusammen philosophieren. So würden sie sich und ihre Arbeit gegenseitig beeinflussen. Die beiden leben seit 8 Jahren zusammen in Genf.

Die Ausstellung «Quatro Elementos» läuft noch bis am 16. März 2017.

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