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Der Telebasel News Beitrag vom 16. Januar 2017. (Video: Telebasel)

Baselland

‹Mammut-Fall› Beqiri: Jetzt reden die Beteiligten

Nachdem Shemsi Beqiri in einem offenen Brief die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft kritisierte, nimmt diese nun in einer Mitteilung Stellung. Zudem spricht der Rechtsvertreter Beqiris, Jascha Schneider, mit Telebasel.

Rund drei Jahre nach einer schweren Schlägerei in einer Reinacher Kampfsportschule ist die Zahl der Beschuldigten auf inzwischen 23 Personen gestiegen. In das Verfahren involviert sind insgesamt rund 70 Personen. Um den Beschuldigten eine Beteiligung an der Tat nachzuweisen, wurden über 160 Einvernahmen durchgeführt, wie die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft mitteilte. Daneben seien im «Mammut-Verfahren» 15 Haft- und neun Beschwerdeverfahren geführt worden.

Ziel sei es, per Mitte Jahr Anklage im Fall zu erheben, wie bei der Staatsanwaltschaft auf Anfrage zu erfahren war. Gegen mindestens eine der beschuldigten Personen laufen zudem parallel weitere 50 Strafverfahren zu Delikten, die nicht im Zusammenhang mit der Schlägerei in der Kampfsportschule stehen.

Akten an Zeitung gelangt

Im Weiteren bearbeitet die Stawa BL eine Strafanzeige wegen eines Verstosses gegen ein 2014 verfügtes Aktenherausgabeverbot. Ende Dezember hatte die ‹Basler Zeitung› Fotos aus den Verfahrensakten publiziert.

Die Behörden würden dabei die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass das Opfer Shemsi Beqiri oder sein Rechtsvertreter Jascha Schneider die Indiskretion begangen haben, heisst es weiter. In einem halbseitigen offenen Brief, der in der Montagsausgabe der ‹Basler Zeitung› abgedruckt wurde, hatte Beqiri diesen Verdacht und die Dauer des Verfahrens kritisiert.

Jascha Schneider, Rechtsvertreter des Opfers Shemsi Beqiri, nimmt nun gegenüber von Telebasel Stellung:

(Video: Telebasel)

Am 24. Februar 2014 hatte eine zum Teil maskierte Gruppe die Anwesenden in der Kampfsportschule angegriffen. An der Schlägerei, die landesweit Schlagzeilen machte, waren mehrere Dutzend Personen beteiligt. Sechs Personen wurden verletzt; einige von ihnen erlitten Brüche.

(sda)

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