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Der Telebasel News Beitrag vom 13. Januar 2017.

Basel

Abgewiesene Obdachlose: Gassenküche äussert sich zum Vorfall

Der Vorfall mit den angeblich abgewiesenen Obdachlosen vor der Notschlafstelle in Basel sorgt für hitzige Diskussionen. Nach Statements von Soup & Chill und Regierungsrat Christoph Brutschin nimmt nun auch die Gassenküche gegenüber Telebasel Stellung. Sie nimmt an, dass ein Missverständnis vorliege.

Der stellvertretende Leiter der Gassenküche Andreas Bensegger möchte die Sache persönlich aufklären: Mitte Dezember seien drei Gäste, vermutlich Osteuropäer, in die Gassenküche gekommen. Sie hatten Gutscheine für die Notschlafstelle, vom Soup & Chill ausgestellt, dabei.

«Sie wollten hier bei uns übernachten. Daraufhin haben wir in allen möglichen Sprachen erklärt, dass sie hier wohl essen können, aber nicht schlafen. Sie müssten nur 300 Meter weiter über den Wettsteinplatz zur Notschlafstelle gehen», erklärt Bensegger.

Anschliessend seien sie beleidigt weiter gezogen. Jedoch nie zur Notschlafstelle, sondern zurück zum Soup & Chill, vermutet die Gassenküche.

Nur ein Verständigungsproblem?

«Ich gehe davon aus, dass sie gar nicht verstanden haben, wo sie sich befinden. Sie sind einfach reingekommen und haben wirklich gemeint, es gebe zuerst was zum Essen und anschliessend könne man sich dort aufs Ohr hauen», so Bensegger.

Zwar hat die Gassenküche nicht bei der Notschlafstelle nachgefragt, ob sie die drei Männer tatsächlich aufgenommen hat, aber es gebe genug Gäste, die zwischen der Gassenküche und der Notschlafstelle hin- und herpendeln. «Die wissen, was läuft. Wäre etwas schiefgelaufen, hätten sie uns garantiert etwas gesagt. Wir haben aber nichts gehört», meint Bensegger.

Vielleicht fusst die Geschichte der abgewiesenen Obdachlosen tatsächlich auf einem blossen Verständigungsproblem.

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