Die Gassenküche Basel meldet sich zum Konflikt zwischen der Notschlafstelle und Soup and Chill (Bild: www.gassenkueche-basel.ch)

Basel

Basler Gassenküche meldet sich zum Notschlafstellen-Konflikt

Anfangs Jahr kamen bezüglich der Notschlafstelle und dem Verein ‹Soup and Chill› Diskussionen auf. Anscheinend seien mehrere Obdach-Suchende von der Notschlafstelle abgewiesen worden. Nun meldet sich die Gassenküche in einer Mitteilung zum Vorfall.

In der Mitteilung vom Mittwoch, 11. Januar 2017, schreibt die Gassenküche, dass «nach internen Recherchen» wahrscheinlich ein Missverständnis vorliege. Es seien in der fraglichen Zeit drei Personen mit Gutscheinen von Soup and Chill in die Gassenküche gekommen um Obdach zu suchen. Die Mitarbeiter hätten den Personen daraufhin erklärt, dass sie am falschen Ort seien und dies bei ihnen nicht möglich sei. Sie entliessen die Personen mit einer Wegbeschreibung zur Notschlafstelle aus ihrem Lokal.

Die Gassenküche vermutet, aufgrund diverser Äusserungen, dass deren Auskünfte als Abweisung missverstanden worden seien und die besagten Personen tatsächlich niemals bei der Notschlafstelle angekommen seien. «Ursache für dieses Missverständnis könnten sprachliche Probleme gewesen sein», schreibt die Gassenküche in der Mitteilung. Es sei das erste Mal, dass ein derartiger Fall aufgetreten sei.

Der Konflikt im Überblick

Anfangs Januar warf die Gründerin der Wärmestube ‹Soup and Chill›, Claudia Adrario, der Notschlafstelle vor, sie hätten mehrere Obdachlose abgewiesen, weil diese auswärtig seien. SP-Regierungsrat Christoph Brutschin wehrte sich darauf im Telebasel Talk und wies die Vorwürfe ab. Als Telebasel Adrario mit den Aussagen von Brutschin konfrontierte, drückte diese im Interview nochmals auf die Vorwürfe.

Mit der Mitteilung der Gassenküche könnte nun etwas Klarheit in diesen Konflikt kommen.

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