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Der Telebasel Sonntags-Talk vom 8. Januar 2017. (Video Telebasel)

Basel

Notschlafstelle, Kasernenprojekt und Waffenverkäufe

Soll die Notschlafstelle nur Basler Obdachlose aufnehmen, oder soll sie auch verarmten Arbeitsmigranten aus Osteuropa Schlafplätze gewähren? Darüber diskutieren im Telebasel Sonntagstalk vom 8. Januar 2017 Elisabeth Schneider-Schneiter, Guy Morin und Daniel Seiler. Weitere Themen sind das Sanierungsprojekt für die Kaserne und die massiv gestiegenen Waffenverkäufe in der Region Basel.

Kontroverse um die Basler Notschlafstelle

Die Notschlafstelle weise Obdachlose ab. Telebasel kennt zwei Quellen, nach denen es – entgegen der Aussagen des zuständigen Regierungsrates Christoph Brutschin im Telebasel Talk vom 3. Januar 2017  – wenigstens in Einzelfällen zu Rückweisungen gekommen sei.

Interessant ist weniger die Differenz in den Aussagen, als vielmehr die Feststellung Christoph Brutschins, dass die Basler Notinstitutionen stark von Arbeitsmigranten aus Osteuropa (Polen, Slowakei, Rumänien) belastet werden.

Auch Baselbieter klopfen in Basel an.  Telebasel fragt: Sind wir denn für alle da? Auch für den armen EU-Bürger, der ohne Arbeitsvertrag mit nur einer Plastiktüte am Bahnhof ankommt? Die SP fordert ein Ausbau der Notschlafstelle, die SVP eine Verhinderung des «Notschlafstellen-Tourismus». Wer hat Recht?

Das Projekt zur Sanierung der Kaserne

Überteuert. Unnötig. Luxus. Schlecht konzipiert. Mit diesen Worten geisseln die Bürgerlichen das Kasernenprojekt, das ca. 44 Millionen Franken kosten soll.

Am 12. Februar 2017 stimmen wir über das Referendum der bürgerlichen Parteien ab. Seit 50 Jahren wurde die Kaserne nicht mehr saniert. Soll die Stadt nun weitere zehn, vielleicht 15 Jahre warten, bis ein – vielleicht – besseres Projekt dasteht?

Und dann: Allein die Erdbebensanierung soll schon über 30 Millionen Franken kosten. Wie will da die bürgerliche Seite günstiger und besser sanieren lassen? telebasel will wissen: Was braucht die Region jetzt? Dringend ein Projekt, dringend dieses Projekt – oder soll man mit einer neuen Vorlage antreten?

Immer mehr Waffenverkäufe in der Region

Herr und Frau Schweizer rüsten auf: 2016 sind die privaten Waffenverkäufe massiv gestiegen. Auch in der Region Basel. Das Baselbiet verzeichnete im letzten Jahr einen Anstieg von 40 Prozent.

2015 stellte Basel-Stadt 484 Waffenerwerbsscheine aus, 2016 deren 539 (Quelle: JSD). Das Phänomen wird auch in Deutschland registriert. Was ist da los? Glauben die Leute nicht mehr, dass die Sicherheitsorgane genügend für die Sicherheit tun oder tun können?

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