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Der Telebasel News Beitrag vom 5. Januar 2017. (Video: Telebasel)

Basel

Augenschein in der Notschlafstelle

Rund um die Zulassungspolitik der Basler Notschlafstelle der Basler Sozialhilfe tobt seit rund zehn Tagen ein heftiger Streit (Telebasel hat berichtet.) Alle reden über die Einrichtung an der Allemannengasse, Telebasel war heute dort und sendet exklusiv Bilder aus dem Plattenbau, der früher zum ehemaligen Kinderspital gehörte.

Die Notschlafstelle stellt obdachlosen Männern und Frauen insgesamt 63 Betten in der Männer- und zwölf Betten in der Frauenabteilung zur Verfügung. Die Männer schlafen in Viererzimmern, Die Frauen sind je zu sechst in einem Raum untergebracht.

Obdachlose aus Basel-Stadt können in der Notschlafstelle für 7.50 Franken kostengünstig übernachten. Personen, die nicht in Basel angemeldet sind, zahlen 40 Franken pro Nacht oder erhalten eine Kostengutschrift, mit der auch sie nur 7.50 Franken berappen. Um diese Kostengutsprachen ist eine Kontroverse ausgebrochen, da sie von der Suppenküche ‹Soup&Chill› angeblich grosszügig verteilt worden seien, so der Kanton. ‹Soup&Chill› kontert mit dem Vorwurf, dass an der Notschlafstelle Personen aus Osteuropa abgewiesen worden seien, dies trotz klirrender Kälte. Die Basler Sozialhilfe bestreitet dies.

In der Notschlafstelle stehen ausschliesslich Mehrbett-Zimmer zur Verfügung. Bad, Dusche und Toiletten sind auf jedem Stockwerk vorhanden. Ab 20 Uhr werden die Obdachlosen reingelassen. Um 24 Uhr wird das Haus geschlossen. Der Aufenthaltsraum mit TV ist bis ein Uhr morgens offen. Die Übernachtenden können in der Notschlafstelle ihre Wäsche waschen und ihre Wertsachen und Schriften zur Aufbewahrung im Safe deponieren. Am Morgen müssen sie die Notschlafstelle bis acht Uhr wieder verlassen haben, können aber Habseligkeiten zurücklassen. Tagsüber ist das Haus geschlossen. Gegenwärtig übernachten täglich rund 50 Obdachlose in der Basler Notschlafstelle.

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