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Der Telebasel News Beitrag vom 27. Dezember 2016.

Basel

Schwierige Weihnachtszeit

Seit zehn Jahren ist das Soup&Chill beim Bahnhof die Anlaufstelle für Menschen, die nicht genug Geld haben, um Essen zu kaufen. Für sie ist die Weihnachtszeit besonders schwierig.

Kurz vor fünf Uhr abends herrscht dichtes Gedränge vor der Türe des Soup&Chill im Gundeli. Während drinnen die Suppe kocht, warten die Bedürftigen auf den Einlass. In diesen Tagen ist das Soup&Chill ein besonders wichtiger Ort für randständige Menschen.

«Die Weihnachtszeit ist eine schwierige Zeit, weil viele von ihnen alleine sind. Deshalb sind sie froh, dass sie zu uns kommen können. Wir sind die Einzigen die offen haben in dieser Woche», sagt Barbara Müller Brodbeck, Verantwortliche der Küche im Soup&Chill.

Grosser Andrang

Die Zahl der Menschen, die das Gratis-Essen in Anspruch nehmen, ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. «Als wir angefangen haben vor zehn Jahren konnte man die Besucher an einer Hand abzählen. Jetzt kommen pro Abend zwischen 100 und 140 Menschen», so Müller Brodbeck.

Sie begrüsst jeden ankommenden Besucher persönlich und kennt viele auch mit Namen. Diese Vertrautheit schätzen die Leute. Diese kommen aus unterschiedlichen Gründen und Situationen ins Soup&Chill. «Es gibt Leute, die kommen in schicken Kleidern. Bei denen fragt man sich, was sie hier überhaupt wollen», sagt Müller Brodbeck. «Aber nach drei Wochen kommen sie immer noch und haben noch immer die gleichen Kleider an, die dann nicht mehr so schick sind. Das gibt es.»

Das Soup&Chill finanziert sich hauptsächlich aus Spenden. Für die Zukunft wünschen sich die Betreiber, dass sie nur noch halb so viele Bedürftige bedienen müssen. Oder, dass es sie im besten Fall gar nicht mehr bräuchte.

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