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Der Telebasel Talk vom 22. Dezember 2016 mit Abt Peter von Sury.

Basel

Wie sollen wir Weihnachten feiern, Herr Abt?

In Werbeinseraten sieht man Glitzerpracht, Geschenkberge und Gourmetschlachten. Der redaktionelle Artikel nebenan berichtet von Familienhorror, Konsumterror und der Frage, of das Fest politisch korrekt ist? Nirgendwo steht, dass Fest mit Baum etwas mit Christi Geburt zu tun hat die persönliche Frage nach dem Glauben stellt. Telebasel fragt den Vorsteher des Klosters Mariastein, Abt Peter von Sury: Wie sollen wir Weihnachten feiern?

Fast alle Menschen in unserer Region zelebrieren die Feiertage. Irgendwie. Ein paar Mandarinchen, Nüsse oder ein Ästchen liegen herum. Kerzen brennen. Es gibt gutes Essen und Weihnachtskekse.

Manche Familien stellen auch einen Christbaum auf – «wegen der Kinder», sagen die Eltern, als ginge es darum, sich zu entschuldigen. Man holt die Grossmutter ab. Diese singt dann manchmal auch ein Weihnachtslied, wenigstens die erste Strophe. Immerhin dann schaut der Bub einmal vom Smartphone auf. Und bei der Bescherung, wenn er die neue Playstation auspackt.

Am Fernsehen läuft derweil eine glitzerprächtige Kitsch-Show mit einer Schlagersängerin, die vieles ausstrahlt, aber sicher keine herzliche Innigkeit oder seelische Offenheit.

Noch vor wenigen Jahren hat man sich «schöne Weihnachten» gewünscht. Heute wünscht man ‹frohe Festtage›. Oder ‹schöne Feiertage›. Man fasst den Begriff ‹Weihnachten› mit der Pinzette an, hält ihn hoch wie etwas, das man nicht mit den Händen berühren will.

In den letzten Jahrzehnten war unsere Gesellschaft enorm bemüht, Lebensbereiche wie Sexualität, Beziehungen oder eben auch Glauben zu rationalisieren. Für manche sind diese Themen aber nicht einfacher geworden, sondern komplizierter.

Kompliziert, weil man vielleicht an ‹etwas› glauben will, die diesbezüglichen bürgerlichen Traditionen aber erodiert sind. Für viele ist die Frage nach dem Glauben heute sogar schambesetzt – sie wühlt in persönlichen, seelischen Intimzonen und wirkt in Zeiten des galoppierenden Materialismus’ mehr denn je unzeitgemäss.

Es braucht Selbstbewusstsein, sich im Ablenkungszeitalter mal für eine halbe Stunde allein mit der berühmten Gretchenfrage zu beschäftigen: Nun sag, wie hast Du’s mit der Religion?

Wie also sollen wir Weihnachten feiern? Was feiern wir? Wer ist zur Feier eingeladen? Der Abt Peter von Sury ist als 25-Jähriger ins Kloster Mariastein eingetreten. Seit 2008 leitet er die Gemeinschaft.

Telebasel hat das Kloster Mariastein in der Sendung Report vorgestellt:

Teil 1:

(Video: Telebasel)

Teil 2:

(Video: Telebasel)

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