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Der Telebasel News Beitrag vom 21. Dezember 2016.

Basel

Kritik an neuem Reproduktionszentrum des Universitätsspitals Basel

Das Universitätsspital Basel baut an einem neuen Reproduktionszentrum im St. Johann. Die Räumlichkeiten an der Spitalstrasse würden nicht mehr ausreichen. Die Organisation «Biorespect» kritisiert dieses Vorhaben scharf. Das Universitätsspital Basel (USB) würde mit professionellem Marketing um Patientinnen werben. «Biorespect» hat deshalb eine Informationskampagne lanciert.

Wer im St. Johanns-Quartier wohnt, hatte in den letzten Tagen vermutlich eine Broschüre von «Bioresprect» im Briefkasten. 2000 Dieser Informationsbroschüren wurden verteilt, denn «Bioresprect» ist nicht zufrieden mit dem neuen Reproduktionszentrum des Universitätsspitals Basel. Das Projekt an der Vogesenstrasse 132 sei wenig transparent, die Anwohner nicht ausreichend informiert und das geplante Marketing fragwürdig. 700 künstliche Befruchtungen nimmt das USB pro Jahr vor. Mit dem neuen Reproduktionszentrum soll sich diese Zahl verdoppeln. «Wie kommt ein öffentlicher Gesundheitsanbieter dazu in einem Bereich zu expandieren, der in der Bevölkerung so stark umstritten ist», sagt Pascale Steck von «Bioresprect». Die Geschäftsleiterin ist auch der Meinung, dass der Markt für Reproduktionsmedizin bereits übersättigt ist: «Wo sollen alle diese Frauen herkommen, mit welchen das Unispital rechnet», so Steck.

Ausbau sei Unumgänglich

Gegenüber Telebasel gibt das USB den genauen Marketing-Umfang nicht bekannt: «Wir werden natürlich sagen müssen, dass die Reproduktionsmedizin jetzt einen neuen Standort hat», so Chefarzt Christian De Geyter, «aber auch ohne Marketing kämen wir schnell auf 1300 künstliche Befruchtungen pro Jahr.» Der Umzug in das Gebäude an der Vogesenstrasse 132 sei unumgänglich, weil die jetzigen Räumlichkeiten nicht mehr ausreichen würden: «Ausserdem ist die Laborausstattung nicht mehr auf dem neusten Stand und unsere Patientinnen müssen teilweise neben Hochschwangeren warten», so De Geyter.

Das Reproduktionszentrum soll im Herbst 2017 eröffnet werden. «Bioresprect» will sich weiter wehren: «Wir werden das Projekt kritisch begleiten – zur Not auch mit Plakaten und weiteren Broschüren.»

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