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Basel

Grosser Ärger bei Hausbesitzern

Eine schöne Bescherung: Kurz vor Weihnachten schneit es den Immobilienbesitzern Post von der Steuerverwaltung in die Briefkästen. Sie hat nach 15 Jahren die Immobilien wieder neu bewertet. Für viele Eigentümer ein Schock. Einen von Ihnen haben wir zuhause besucht.

Bei Christian Heim in Riehen hängt der Haussegen schief. Die Neubewertung seines Reihenhauses und seiner Garagenbox ist für ihn wie ein Schlag ins Gesicht.
«Der Ärger ist enorm. Vor allem zur Weihnachtszeit. Da denkt man an andere Dinge und verbringt die Zeit mit der Familie. Und dann kriegt man einen Brief, der einem die ganze Laune verdirbt», sagt Heim.

220’000 Franken zu viel verrechnet

Eigentlich sollte der Vermögenssteuerwert, wie er offiziell heisst, mindestens 60% betragen. Im Fall von Christian Heims Liegenschaft liegt der Marktwert bei rund 1,3 Millionen Franken. 60% davon wären 780’000 Franken. Die Steuerverwaltung hat jedoch  knapp eine Million Franken festgelegt. Dann müsste Christian Heim noch mehr Steuern zahlen als angenommen. Zu allem Überdruss kommt noch dazu, dass seine Garagenbox zusätzlich berechnet wird.

«Dass die Steuerverwaltung nicht feststellt, dass offensichtliche Bewertungsfehler in der Verfügung sind und dass der Betroffene sich gegen solche Fehler wehren muss, falls er Recht kriegen möchte, das ist einfach unter aller Kanone», sagt Heim.

Auch Garage mit zu hohem Marktwert

Laut Recherchen von Telebasel beträgt der Marktwert von einer Garagenbox rund 40’000 Franken. Die Steuerverwaltung rechnet aber knapp 60’000 Franken vor. Also gut 150% mehr als der Marktwert. Erklärungen, wieso das so gerechnet wird, gibt es keine. Die Steuerverwaltung gibt aus «technischen Gründen», wie sie schreibt, keine Details bekannt.«Da kriegt man einen Schreikrampf, wenn man so eine Verfügung erhält, bei der technische Gründe Schuld sein sollten. Ich fühle mich als Steuerzahler missachtet.»
Der stellvertretende Steuerverwalter Christian Mathez versteht einerseits den Ärger, andererseits sei es höchste Zeit gewesen, die Werte wieder anzupassen. «Die letzte Neubewertung war im Jahr 2001 und die Preise der Liegenschaften aber auch die Mieten sind in der Zwischenzeit massgeblich gestiegen», erklärt Mathez.
Deshalb sei eine Neubewertung nötig gewesen. Für Christian Heim ein schwacher Trost. So gibt es für ihn nur eins: Einsprache erheben.

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In aller Kürze:

So erlebt ein Immobilienbesitzer aus Riehen die Neubewertung seiner Immobilie.

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