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Der Telebasel Sport Beitrag vom 15. Dezember 2016. (Video: Lukas Nigg, Telebasel)

Basel

Schwingfest im Joggeli nimmt erste Hürde

Die Durchführung des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes (ESAF) 2022 in der Region Basel scheint sich doch noch zum Guten zu wenden. Erste Gespräche zum Standort Joggeli verliefen positiv. Ein definitiver Entscheid über den Standort Joggeli soll anfangs 2017 gefällt werden. 

Aufatmen in Basel. Nach der Absage an den Standort Aesch stand die Durchführung eines ESAF in der Region Basel ernsthaft auf der Kippe. Alle Hoffnungen lagen somit auf dem Standort St. Jakob Park. Heute Nachmittag, am 15. Dezember 2016, dann die gute Nachricht: Das Joggeli kommt als Durchführungsstandort wirklich in Frage. Diese Botschaft überbrachte Rolf Klarer, ehemaliger Spitzenschwinger des Schwingerverbandes BS und zurzeit federführend in den ganzen Abklärungen.

Sämtliche Beteiligten, inklusive der FCB-Präsident Bernhard Heusler, die Stadiongenossenschaft, das Basler Standortmarketing und die Verantwortlichen der Stadt Basel, sowie die Schwingerverbände Baselland und Basel-Stadt, sprachen sich grundsätzlich für den Austragungsort aus. Ein erstes Grobkonzept wurde in einer Sitzung vorgelegt.

Der FCB in der Pflicht

Auch wenn sich beim ersten Treffen sämtliche Parteien einig waren, sind die Würfel noch nicht gefallen. Der Grund: Der FC Basel kann sein Stadion aufgrund der weiten Planung bis ins Jahr 2022 noch nicht definitiv zur Verfügung stellen. Weitere Verpflichtungen gegenüber der Swiss Football League (SFL) oder allfällige Terminkollisionen wegen der WM in Katar im Jahr 2022, müssten zuerst noch geklärt werden. Jonas Blechschmidt vom FC Basel zu dieser Knacknuss:

Redimensionierung des Festes

Kein Problem sollten hingegen die Grösse des Stadions, das Festgelände, sowie der öffentliche Verkehr darstellen. Der Eidgenössische Schwingerverband ESV braucht 33’000 Billette für seine Mitglieder. Dies ist gegeben mit der Stadionkapazität des Joggeli. Daniel Dreier, Mitglied des ESV, versicherte, dass das Fest im Joggeli stattfinden könnte, auch wenn «nur» rund 40’000 Zuschauer platz fänden. Auch das Festgelände wäre voraussichtlich kleiner, als bei den letzten drei Austragungen in Frauenfeld, Burgdorf und Estavayer. Vorgesehen ist der ganze Raum St. Jakob bis hin zum Kiosk auf den Sportanlagen St. Jakob. Die Eisarena, die Joggelihalle, die Kunstrasenfelder sowie das Leichathletikstadion würden fürs Schwingfest zur Verfügung stehen. Auch die Strasse vor dem Stadion wäre gesperrt. Nicht beansprucht würden die Fussballfelder hinter dem Kiosk.

JA zu Basel – NEIN zu Aesch

Das grundsätzliche Ja zum Standort Basel im Joggeli, bedeuet gleichzeitig das Nein und das Ende des Projektes im Baselbiet in Aesch. Dort wo sich Bauern und Naturschützer vehement gegen das Fest gewehrt haben. Der Präsident des Basellandschaftlichen Schwingerverbandes Urs Lanz hat ein weinendes und ein lachendes Auge:

Möglicher Austragungstermin des ESAF 2022 ist das letzte Augustwochenende, aber auch eine Verschiebung auf eine Woche später sei denkbar und laut dem ESV durchführbar.

Der definitive Entscheid pro oder contra Joggeli fällt anfangs Frühling 2017.

In aller Kürze:

ESAF 2022 in Basel: Grobkonzept sieht Standort St. Jakob als machbar.

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