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Der Telebasel News Beitrag vom 21. November 2016. (Video: Telebasel)
Basel

Basler Flüchtlingssiedlung kurz vor Fertigstellung

In rekordverdächtiger Zeit baut Basel-Stadt eine Flüchtlingssiedlung für 42 Familien.

Für vergleichsweise günstige 590 Franken pro Kubikmeter realisiert der Kanton auf dem ehemaligen BVB-Areal eine Wohnsiedlung für Flüchtlingsfamilien. «Bei der modularen Bauweise haben wir stark darauf geachtet, Raum-effizient zu sein», sagt der Bauherrenvertreter des Hochbauamts, Christoph Währen. So könnten die Gebäude abgebaut, transportiert und an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden. Die einzelnen Module werden mit bereits weit fortgeschrittenem Innenausbau angeliefert. Auf dem Dreispitz vom Lastenkran platziert, müssen sie nur noch angeschlossen werden. So reicht eine zweieinhalb monatige Bauzeit aus für 42 Wohneinheiten für insgesamt 250 Personen.

Für die Bewohner, die ab Mitte Januar 2017 einziehen werden, stehen sodann im Schnitt rund 16 Quadratmeter zur Verfügung. «Etwa ein Drittel, von dem, was Baslern im Schnitt zur Verfügung steht», quantifiziert Währen.

Die Wohneinheiten bestehen aus kleineren 68-Quadratmeter-Wohnungen mit 2 Zimmern, nebst einer Küche und dem Bad; sowie 101 Quadratmeter umfassenden 4-Zimmer-Wohnungen. Ist die Siedlung für maximal 250 Bewohner maximal belegt, sind zwei Personen je Zimmer untergebracht. Für das Projekt sprach der Grosse Rat insgesamt 10,6 Millionen Franken. «Wir sind mit den Kosten auf Kurs – eventuell wird das Budget sogar unterschritten», versichert Währen.

Ausgangslage gut

Ist die Siedlung einmal bezogen, werden Betreuer des Sozial- und Migrationsamts anwesend sein und rund um die Uhr ein Sicherheitsdienst. Für die Integration der Bewohner sollen unter anderem auch Deutschkurse sorgen, die im eigenen Schulungsraum der Anlage angeboten werden.

Die Siedlung ist nicht geschlossen, sodass sie von der Bevölkerung durchquert werden kann und die Bewohner sich auch frei Richtung Migros Dreispitz oder in die Stadt bewegen können. «Wir wünschen uns eine offene Situation», beschreibt Währen den Grundgedanken des Kantons.

Das Konzept kam anlässlich einer Informationsveranstaltung des Kantons für die interessierte Bevölkerung des Gundeldingerquartiers von vergangenem Mittwoch gut an. Es waren keine ablehnenden Stimmen zu vernehmen – im Gegenteil: Viele Fragen ans Podium drückten vielmehr Sorge ums Wohlergehen der Bewohner aus. Eine gute Ausgangslage für den bevorstehenden Einzug der Bewohner Mitte Januar 2017.

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In aller Kürze:

In rekordverdächtiger Zeit baut Basel-Stadt eine Flüchtlingssiedlung für 42 Familien.

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