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Wiederholung: Der Telebasel Report vom 16. November 2016.
Basel

Fitness-Hype auf Instagram

Immer mehr Frauen stellen ihren trainings-gestählten Körper auf Instagram. Wem es gelingt, damit möglichst viele Follower anzuziehen, dem winken sogar Werbeverträge in der Fitness-Branche.

Andrea Schärer ist 27 Jahre alt und seit rund zwei Jahren als Fitness-Model auf Instagram unterwegs. Angefangen hat sie wie viele andere Frauen auch mit ganz normalem Fitness-Training: «Ich habe schnell gemerkt, dass ich relativ gut bin darin», sagt Schärer heute. Sie beginnt härter zu trainieren und entscheidet sich sogar, sich mit einem Coach auf einen Bodybuilding-Contest vorzubereiten. Während der ganzen Zeit postet sie immer mal wieder Fotos aus dem Fitness-Studio, von zu Hause oder von ihrem Mittagessen. Den Followern auf Instagram gefällt, was sie sehen.

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(Bild: Instagram)

Instagram als Model-Plattform

Die Geschichte von Andrea steht sinnbildlich für die zunehmende Verzahnung von Fitness-Branche und Instagram. Trainierende haben auf der Foto-Plattform einen Weg gefunden, ihre Fortschritte zu präsentieren und sich gegenseitig rund ums Thema Ernährung, Training und Lifestyle auszutauschen. Das sind mittlerweile so viele geworden, dass gar ein Markt entstanden ist, für den Hersteller von Protein-Shakes und Power-Riegel sogar bereit sind Geld in die Finger zu nehmen. Das Modell ist einfach: Die Trainierenden stellen eine festgelegte Anzahl Selfies oder sonstige Fotos auf Instagram und erhalten dafür gratis Shakes oder Trainings-Kleidung. Je mehr Follower jemand auf sich vereint, desto lukrativer kann das Ganze werden.

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(Bild: Instagram)

Je weniger Stoff, desto mehr Follower

In Amerika sind bereits die ersten Instagram-Models Millionärinnen geworden. Models wie Jen Selter oder Ana Cherie halten nicht mehr nur Protein-Pülverchen in die Kamera, sondern erhalten echte Model-Aufträge oder führen gar ihre eigenen Fitness-Linien. Im Kampf um möglichst viele Follower hat sich längst bestätigt, was in der Werbebranche längst gilt: Sex sells. Je dünner der Stoff, je grösser die Oberweite und je sexyier die Pose, desto mehr Follower. Models wie Chantel Zales zeigen eindrücklich, dass es dabei längst nicht mehr nur um Fitness geht.

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(Bild: Instagram)

Traum von der Selbstständigkeit

Auch Andrea Schärer aus Basel hat bereits die ersten Werbeverträge im Sack. Im Vergleich zu den sechs, sieben oder gar zehn Millionen Follower ihrer amerikanischen Vorbilder wirken ihre 20‘000 beinahe bedeutungslos. Für ein kleines Land wie die Schweiz lassen sich 20‘000 Follower aber durchaus sehen. Um sich ihren Traum zu erfüllen, einst als selbstständiger Fitness- und Ernährungscoach ihre Brote zu verdienen, muss sie dann doch noch etwas zulegen.

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(Bild: Instagram)

Der Telebasel Report am 19. April 2017 ab 19:40 Uhr stündlich.

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