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Nicht benutze Briefkästen sind das Ziel der Briefkasten-Betrüger. (Bild: KEYSTONE/Alessandro Della Bella)
Basel

Vorsicht, Briefkasten-Betrüger!

Unschuldige erhalten aus dem Nichts Mahnungen, weil ihr Name im Internet missbraucht wurde. Betrüger tricksen Online-Shops mit ungenutzten Briefkästen aus.

Die Botschaft der Inkassofirma ist unmissverständlich: Zahlen Sie die Sonnenbrille, oder wir sehen uns vor Gericht. Einen Brief solchen Inhalts zog Telebasel-Moderator Dani von Wattenwyl aus seinem Briefkasten in Basel.

(Video: Telebasel)

Dabei hatte er gar nichts bestellt. Die Brillenfirma behauptet, ihm eine Versace-Brille für 230 Franken ausgeliefert zu haben. Allerdings an eine Adresse an der Ryffstrasse. «Diese Adresse ist mir aber gänzlich unbekannt», sagt von Wattenwyl, der an einer ganz anderen Strasse wohnt.

Somit wurde Dani von Wattenwyl Opfer eines Briefkasten-Betrugs. Ein ungenutzter Briefkasten an der Ryffstrasse wurde vermutlich mit seinem Namen angeschrieben. Der Betrüger bestellte die Sonnenbrille dahin und nahm das Päckchen aus dem Milchkasten.

Schnelle Reaktion gefordert

Solche Fälle kämen immer wieder vor, so der Sprecher der Basler Staatsanwaltschaft, Peter Gill. Es sei wichtig, sofort auf solche Rechnungen zu reagieren. Gill rät, den Rechnungssteller anzurufen und über den Betrug zu informieren. «Je länger das Opfer wartet, desto höher wird in der Regel der Rechnungsbetrag.»

Auch im Fall von Dani von Wattenwyl ist der Betrag auf über das Doppelte angestiegen. «Ich müsste mittlerweile rund 520 Franken bezahlen», sagt von Wattenwyl. Er habe die ersten Mahnungen schlicht ignoriert. Er ging von einer anderer Art von Betrug aus: «Ich dachte, es seien Scheinrechnungen, wie sie per Mail oft verschickt werden».

Briefkasten-Betrug ist nicht zu verhindern

Weiter sei es wichtig, dass das Opfer Anzeige erstatte. «Zwar wird nicht das Opfer sondern die Firma betrogen», sagt Gill, «Versandhäuser können aber solche Fälle von richtigen Inkassofällen kaum unterscheiden».

Darum bleibt den Opfern kaum etwas anderes übrig, als Anzeige zu erstatten. Nachdruck verschaffe auch ein eingeschriebener Brief an den Rechnungssteller. «Damit sollte es der Firma klar sein, dass ein Betrugsfall vorliegt», sagt Gill.

Den Missbrauch von Namen für Betrug lässt sich nicht verhindern. Es sei der Staatsanwaltschaft aber in der Vergangenheit gelungen, mehrere Betrüger aufzuspüren und festzunehmen.

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In aller Kürze:

Telebasel-Moderator Dani von Wattenwyl wurde Opfer von Briefkasten-Betrügern.

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