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Basel

Herbstmessen-Halle braucht besseren Bahnen-Mix

In der Halle klagen die Betreiber über rund 20 Prozent weniger Umsatz. Der Grund dafür wäre eine ungenügende Mischung der Bahnen. Drei Publikumsmagnete seien zu wenig.

In diesem Jahr steht die Tagada, besser bekannt als Schüttelbecher, in der Halle 3 der Herbstmesse. Dahinter steckt eine Strategie: Zusammen mit anderen Bahnen soll sie Kundschaft anlocken. «Jugendliche suchen und finden mich», sagt der Betreiber Christian Ramsauer, «das würde hier auch klappen, wenn wir noch eine Attraktion mehr hätten.» Ein Auto-Scooter und die Breakdance seien noch zu wenig, um die kritische Masse herzustellen. Die Geisterbahn hätte hingegen ohne weiteres draussen auf einem Platz sein können. In der Halle ist Kundschaft besonders wichtig, denn die Kosten sind hier höher. Hier können die Betreiber nicht vom Tageslicht profitieren und müssen ihre Anlage den ganzen Tag mit Flutlicht beleuchten. «Das sind Mehrkosten von rund 8 Prozent», sagt Ramsauer. Geld, das eigentlich mit mehr Umsatz wettgemacht werden müsste. Nur, in der Halle gibt es im Moment einen Fünftel weniger Umsatz als auf einem anderen Platz. «Klar, das ist fehlendes Geld. Aber es ist immer noch besser, als zuhause zu bleiben». Da verdiene der Betreiber gar nichts, bemerkt Ramsauer. Nur eine Publikumsmagnet mehr könne schon viel bewirken, ist er überzeugt. Auch an der Werbung für die Halle müsse die Stadt noch arbeiten. «Das 80er-Jahr-Motto ist verstaubt», sagt er, «wir leben im heute, da muss was neues her».  Er hätte sich dafür eingesetzt. Passiert sei bisher aber noch nichts.

Die Kritik kann Danier Arni, der Leiter der Messen und Märkte im Kanton, nicht verstehen. Mit dem 80er-Sujet würde auf die alte, ursprüngliche Halle verwiesen. Daran dürfte sich demnach nicht so schnell etwas ändern. Auch den Bahnen-Mix in der Halle findet Arni in diesem Jahr überzeugend. «Die Mischung in der Halle überprüfen wir jährlich», sagt Arni, «dass es da unterschiedliche Meinungen und Geschmäcker gibt, ist verständlich.» Die Geisterbahn hält er aber für eine gute Wahl: «Es ist ein Klassiker, der viele Leute anzieht». Die Entwicklung der Halle sei aber noch nicht abgeschlossen, das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Trotzdem, die Halle sei auf gutem Wege. Wie die Herbstmesse die Bahnen für das nächste Jahr verteilt, kann Arni noch nicht sagen. Das hänge davon ab, welche Bahnen nächstes Jahr dabei sein möchten.

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In aller Kürze:

In der Halle klagen die Betreiber über rund 20 Prozent weniger Umsatz.

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